Dienstag, 13. Oktober 2020

Klein-Holland: Friedrichstadt

Schon auf dem Weg nach Lunden sprang uns dieser kleine Ort ins Auge - nicht zuletzt durch den Hinweis: „Hollandstädtchen“ am Ortseingang. Von Lunden sind es nur acht Kilometer zurück, also ein Katzensprung.

Friedrichstadt hat einen schönen Wohnmobilstellplatz in fußläufiger Nähe zum kleinen Ortszentrum. Wir parken und laufen los, das Wetter ist übrigens wieder 100 % auf unserer Seite: blauer Himmel und Sonnenschein. Perfekt.

Es ist sehr schön hier. Sofort wird klar, warum Holland als Vergleich herangezogen wird. Das Städtchen liegt zwischen den Flüssen Eider und Treene, ist durchzogen von Kanälen und Grachten, und die Häuser sind überwiegend gebaut im Stil niederländischer Backsteinrenaissance mit den typischen Treppengiebeln. 

Herzog Friedrich III gründete die Stadt 1621 als Handelsmetropole. Er bot unter anderem der damals verfolgten Remonstrantischen Bruderschaft Religionsfreiheit, und holte dadurch viele niederländische Bürger hierher, die fortan das charakteristische Stadtbild prägten. 

Und noch etwas fällt sofort auf: Ladenketten und Mainstreamgeschäfte sucht man in Friedichstadt vergebens. Vielmehr ist die kleine Einkaufsmeile geprägt durch individuelles Kunsthandwerk. Es ist erfrischend anders. 

Und überall Wasser. Süße kleine Gärten mit eigenen Bootsanlegestellen lassen uns natürlich sofort wieder träumen ... 

Friedrichstadt läßt sich auch vom Wasser aus erkunden - es werden Grachtenrundfahrten angeboten. Leider nur in geschlossenen Schiffen, die bis auf den letzten Platz besetzt werden. In Zeiten von Corona nehmen wir deshalb davon Abstand.





























Und nach vier Wochen Reisezeit freuen wir uns über die platzeigene Waschmaschine. Läuft ...! 👍




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