Freitag, 6. Dezember 2019

Zwei Tage Bähwetter

Zwei Tage lang kommen wir nicht vor die Tür, und wenn wir es in Regenpausen trotzdem tun, werden wir meistens dann doch geduscht.

Unsere Stromversorgung kommt angesichts der fehlenden Sonne in die Krise, auch das dieser Tage noch zusätzlich gekaufte Solarpanel zum aufstellen hilft nichts, weil die Tage wirklich so richtig düster sind. Letztendlich müssen wir den Generator mal ein paar Stunden brummen lassen - nicht gemütlich, aber was soll man machen?

Dann endlich, am Abend des zweiten Tages zeigt sich am Himmel ein schönes Farbenspiel, welches wieder schöneres Wetter verspricht.




Donnerstag, 5. Dezember 2019

Starthilfe

Unsere Freunde Petra & Gunther schließen zu uns auf, wie schön! Wir freuen uns sehr - umso mehr, weil es eine zeitlang danach aussah, als kämen sie dieses Jahr nicht in den Süden. Jetzt sind sie da, großes „Hallo“, die Hunde freuen sich auch über das Wiedersehen ... und ich bin etwas erschrocken, wie rüpelhaft sich Benny verhält und die arme Bella unterbuttert. Das müssen wir also üben. 

Für Petra & Gunthers Ankunft sind wir ein Stückchen gerückt, damit sie Platz haben. Nun steht der OCEVI allerdings etwas schief, also möchte Willi nochmal umparken, will den Motor starten ... und wir hören ein müdes Gurgeln unseres Anlassers. 

Die Starterbatterie ist schlapp. 
Angesichts ihres hohen Alters darf sie das.

Telefonisch finden wir rasch einen Laden, der Batterien verkauft, Gunther gibt uns Starthilfe, und keine Stunde später haben wir eine neue Batterie. Einbauen müssen wir sie allerdings selbst ... und die alte dürfen wir uns an die Backe nageln.

Ich glaube, das Wort „Pfandsystem“ gibt es auf Italienisch gar nicht. 🤷‍♀️






Sonntag, 1. Dezember 2019

Alles fein bei uns

Oft schieben sich bedrohlich dunkle Wolken am Himmel zusammen, aber es passiert nichts, das Wetter ist angenehm ruhig bei 20 - 22 Grad, so dass man immer noch barfuß durch die seichte Brandung laufen kann. 

Inzwischen haben wir einen Wohnmobil Nachbarn aus Schweden und sind nicht mehr ganz so einsam.

Jedenfalls geht es uns bestens. In diesem Sinne wünschen wir: 












Donnerstag, 28. November 2019

Die Alde spinnt (nicht ich!)

Unser Alde Heizsystem für Warmwasser und Heizung hat immer wieder und immer öfter Aussetzer. Zwar brauchen wir die Heizung noch nicht, aber warm duschen fände die Alte (ich!) dann doch ganz schön.

Willi beschäftigt sich einen ganzen Tag lang mit der Fehlersuche, bemüht verschiedene Internet Foren, telefoniert in Italien rum nach einer geeigneten Reparaturwerkstatt ... alles nur mit mäßigem Erfolg. 

Am Ende des Tages ist alles wieder zusammen gebaut, und sie tut es mal wieder ... vorübergehend. 




Mittwoch, 27. November 2019

Einsamkeits-Blues

„Hier ist es schön, hier bleiben wir!“, sind wir uns sofort unisono einig: wir sind an der Isca Beach. 

Die Gegend bietet im Winter weitläufig Platz und schöne Stellen. Und wieder einmal mehr sind wir überrascht, dass wir bis auf die paar Italiener, die täglich nachsehen, ob das Meer noch da ist und das ein oder andere Liebespaar, auf weiter Flur wieder völlig alleine sind. 

Zwar sind wir gestern mal einem anderen Wohnmobil unterwegs begegnet, das war es dann aber auch schon. 

Langsam müssen wir aufpassen, dass wir nicht den Einsamkeits-Blues kriegen ...








Dienstag, 26. November 2019

Squillace Lido

In Maps.Me sehen wir einen Wohnmobil Stellplatz in Squillace Lido. Zwar war wundert es uns, dass dieser in keiner anderen App beschrieben ist, dennoch fahren wir hin. 

Vor Ort erklärt sich warum. Der Stellplatz lag offenbar früher auf der Verlängerung der Strandpromenade, direkt am Meer und etwas erhoben darüber. Allerdings hat sich die See das Land zurückgeholt, die ehemalige Stützmauer liegt nun in Brocken im Sand und in der Brandung. Die Lage war sicher einmal ein Traum, heute ist das Gelände durch einen Bauzaun abgesperrt und nur noch über eine Lücke ganz am Rand zu Fuß begehbar.

Trotzdem finden wir an der Promenade einen Platz zum Übernachten, für länger ist es dann doch nicht schön genug hier.





Am nächsten Morgen werden wir Zeuge des italienischen Müllsystems. Neben uns parkt ein Pickup eines Fischers, wie uns die Aufschrift auf dem Fahrzeug verrät. Der Fahrer - ein älterer Herr - hat säckeweise Abfall, vermutlich Plastik geladen. Er schultert einen dieser Säcke, den Blick schuldbewusst immer wieder in unsere Richtung, ob wir ihn sehen. Tun wir, denn wir sitzen abfahrbereit im Fahrerhaus. Wir beobachten die Szene. Langsam, vermeintlich zufällig schlendert er in Richtung Bauzaun und drumherum, immer wieder guckt er sich fragend um und zögert, setzt seinen Weg entlang des Strandes aber dennoch unbeirrt fort. Zeugen dieser Szene sind nicht nur wir, sondern insgesamt vier andere Italiener, vom Anzugträger bis zum Bauarbeiter. Alle sehen wegguckend zu.

Nun sind wir ganz sicher hier nicht die „deutschen Hausmeister“ und nicht in der Position, etwas zu sagen. Aber wir kommen gar nicht darüber hinweg, wie unverfroren diese Art der Entsorgung am helllichten Vormittag passiert, unter den Augen aller. 

Da kommt man sich schon ein bißchen deppert vor, wenn man das nächste mal mit einer Tüte Zickzack über den Strand rennt und sich dauernd bückt ...


Sonntag, 24. November 2019

Area Sosta Cropani Marina

Bei diesem Wetter erliegen alle Outdoor Aktivitäten ... wir verkrümeln uns weg von der Küste auf einen offiziellen und hübsch gemachten Wohnmobil Stellplatz zwischen Olivenbäumen.

Draußen schüttet, blitzt und donnert es. 

Wir kochen Tee, gucken TV, spielen Karten, malen Steine, lesen und ärgern Benny 😜. 

Wie sagt eine liebe polnische Freundin immer? 
„Morgen werde besser!“









Das Weltuntergangswetter hält schließlich doch zwei volle Tage an. Mutig machen wir trotzdem einen Spaziergang, wohlwissend, dass wir recht nass werden. Aber wir kommen an einem Chinaladen vorbei und mit Gummistiefeln für mich nach Hause, wider Erwarten habe ich diese nicht an Bord. 

Dann endlich hört es auf zu regnen! Wir reißen erst einmal alle Fenster auf, stellen das durchgeweichte Schuhwerk in die Sonne zum trocknen und bereiten den OCEVI zur Weiterfahrt vor.