Sonntag, 7. März 2021

Herrlich war‘s!

Ein paar Tage sind rasch vorbei. Doch trotzdem waren die sehr wohltuend und Balsam für die Seele, endlich mal aus dem Corona-Trott herauszukommen. 

Auch Anne & Willi nach so langer Zeit wiederzutreffen war richtig schön. Wir freuen uns, wenn wir nun bald, hoffentlich besseren Zeiten entgegensehen, damit wir das mal wieder öfter machen können. Denn dieses Mal - das muss man schon sagen - waren wir nicht ganz ohne schlechtes Gewissen unterwegs ...




Samstag, 6. März 2021

Wolkenlos, aber kalt. Und ein Malheur.



Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel. Einfach nur herrlich!

Wir sind vom Parkplatz direkt am Maar umgezogen auf einen offiziellen Stellplatz oberhalb davon. Hier können wir den ganzen Tag die Sonne genießen, anders als im Krater des ehemaligen Vulkans.

Der Stellplatz hat sogar inoffiziell offiziell geöffnet und kassiert Standgebühr, legt aber jedem quasi in den Mund, dass die Reise dienstlichen Hintergrund habe. Sollte also das Ordnungsamt erscheinen, ist der Platzbetreiber aus dem Schneider. 

Die Camperei ist in Zeiten von Corona eine Grauzone, da läßt sich viel diskutieren, es gibt für jede Seite Argumente. Wir für uns stellen fest, dass wir unterwegs sehr viel weniger Kontakte haben als zuhause. Rein rechtlich wird das aber vermutlich nicht reichen.

Naja, wir machen uns nicht verrückt und genießen es. Einzig Benny macht uns und dem schönen Wetter einen Strich durch die Rechnung: bei der heutigen Spazierrunde runter zum Maar und einmal drumrum findet er eine zum Himmel stinkende Hinterlassenschaft und wälzt sich prompt darin! Pfui Teufel ...!

Zurück am Camper gibt es in Anbetracht der Temperaturen eine Dusche im Bad ... mit anschließender Renovierung desselben. Mit feuchtem Fell bei Minustemperaturen hat sich dann alles weitere heute erledigt. Kauf Dir einen Hund, haben sie gesagt. Das mache Spaß, haben sie gesagt. Stimmt, aber es gibt definitiv Ausnahmen! 🤣



Freitag, 5. März 2021

Pulvermaar

Wir machen eine kleine Fahrt durch die Eifel zu den Dauner Maaren. Mit Anne & Willi verabreden wir uns dort. 

Am Pulvermaar finden wir einen Parkplatz für Wohnmobile, wir sind völlig allein. Heute werden wir also selbst kochen müssen, lach!

Und die Sonne kommt raus - herrlich! Das Maar ist nicht groß, bietet aber einen schönen Rundweg, auch Benny freut‘s. 




















Donnerstag, 4. März 2021

Weil es schön war ...

bleiben wir einfach stehen. Anne & Willi halten es genauso.

Leider ist heute das Wetter sehr nass. In den frühen Morgenstunden fängt es an zu regnen, und hört eigentlich den ganzen Tag nicht auf. 

Trotzdem nutzen wir eine Regenpause, um mit Benny spazieren zu gehen. Man kann hier herrlich an der Ahr entlang laufen. Ehe wir den Rückweg antreten, ist es allerdings mit der Pause vorbei, wir kommen tropfnass und durchgeweicht am OCEVI an, für Benny ist sogar eine Aussendusche fällig.

Abends wird uns auch heute das Essen gereicht - wenn wir schon hier stehen, dann soll der Wirt auch was davon haben. Es ist wieder richtig lecker.

Zum Essen gibt (der andere) Willi eine hier gekaufte Flasche Vino aus: ein weißer Rotwein! Den kannten wir so noch nicht. Es stammt von einer roten Traube, die ohne Schale vergoren wird. Sehr fein und mal was besonderes.







Die Ruine der Saffenburg im abendlichen Ambiente





Mittwoch, 3. März 2021

WoMo-Dinner am Bahnsteig 1

Die Adresse klingt nach Bahnhof. Stimmt auch. Das auserkorene Restaurant befindet sich im Bahnhofsgebäude einer kleinen Regionalbahn.


Es gibt einen dazugehörigen Wohnmobil Stellplatz, der malerisch schön direkt an der Ahr liegt und umgeben ist von steilsten Weinbergen in fast senkrechter Lage - dagegen ist der Weinbau bei uns zuhause Kindergeburtstag.

Direkt neben dem Stellplatz liegt der offizielle Busparkplatz, der zur Zeit wie fast alles andere auch  brach liegt. 

Hier finden wir uns ein und freuen uns riesig, unsere langjährigen Freunde Anne & Willi aus Düsseldorf wieder zu sehen, wir hatten uns hier verabredet.

Zusammen studieren wir den Aushang der Speisekarte und bestellen: Ochsenbäckchen und Rumpsteak vom Eifler Rind, jeweils mit mediterranem Gemüse und Rosmarinkartoffeln. Das Fleisch ist der Hammer! Serviert wird mit „Pütt-und-Pann“, würde der Segler jetzt sagen: vom Besteck bis zum Kerzenlicht, alles dabei!



Das war sehr lecker!

Leider ist es für lange Unterhaltungen mit Anne & Willi im Freien noch zu kalt. Mit dem Essen verkrabbelt sich jeder in sein Wohnmobil - morgen ist ja aber auch noch ein Tag.

Jedenfalls ist es mega-geil, mal wieder „unterwegs“ zu sein ... ich höre die kuschelige Koje schon rufen! 



Spinnweben im Wohnmobil

Mann, Mann, Mann! Nicht nur unsereins hat langsam den Corona-Knall, auch unser fahrbares Schätzchen setzt inzwischen Moos an ... 

Kurzentschlossen packen wir ein paar Klamotten für einen Kurzausflug zusammen und starten Richtung Eifel. Wir bleiben damit im eigenen Bundesland, es kommt uns aber vor wie eine Reise in die große weite Welt. Wie genügsam man inzwischen ist! Und doch fährt irgendwie ein schlechtes Gewissen mit, auffällig ist jedenfalls sofort, dass man unterwegs so gut wie keine anderen Wohnmobile sieht.

In dem kleinen Ort Mayschoß hat Willi ein Restaurant für ein Wohnmobil-Dinner ausfindig gemacht. Restaurantspeisen in den eigenen vier Wänden. Wir sind sehr gespannt auf dieses Event.

Die eigene Küche muss ich nämlich erst einmal von Spinnweben befreien - viel zu lange wurde der OCEVI jetzt nicht mehr bewohnt.




Dienstag, 3. November 2020

Letzte Bilder zum Schluss

Farbtupfer bei grauem Wetter






Nieselregen in Rendsburg, das richtige Wetter zum Abschied.





Letzte Spielrunden am NOK






Elb-Überquerung in Azurblau












Von heute auf morgen wieder so (allerdings bei 20 Grad am 2.11.)






Netter Übernachtungsplatz bei Münster dank Empfehlung lieber WoMo Bekannten, die hier in der Nähe wohnen (die offiziellen Stellplätze sind geschlossen):


















Selten so leere Autobahnen - die Freizeitgesellschaft ist daheim:






Und das sind wir nun auch. Den blauen Himmel haben wir mitgebracht. Geht doch.














Ciao ciao 👋 


Freitag, 30. Oktober 2020

Corona



Natürlich haben wir auf unserer ganzen Reise immer Corona im Hinterkopf gehabt und die Entwicklung täglich mitverfolgt. 

Im Camper ging es uns jederzeit sehr gut, und auch bei dem noch großen Gedränge anfangs der Reise haben wir stets ausreichenden Abstand gefunden. 

Mit den gebotenen Regeln haben wir uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt, zumal in Schleswig Holstein die Fallzahlen bis vor wenigen Tagen nur ein Viertel so hoch waren wie daheim in Rheinland-Pfalz. 

Nicht ohne Beunruhigung haben wir natürlich verfolgt, mit welch rasender Geschwindigkeit sich die Landkarte Deutschlands nahezu lückenlos rot färbt, so dass die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung für einen erneuten (Teil)Lockdown für uns keine große Überraschung war. 

Im Gegenteil, ich persönlich bin sogar der Meinung, dass dieser Beschluss überfällig war. Mehr als einmal haben wir ungläubig den Kopf geschüttelt: in Büsums Innenstadt ging zu wie auf dem Mainzer Jahrmarkt, und zum Bettenwechsel am Samstag stauten sich Tausende Pkw Richtung Zug-Verladestation nach Sylt.

Was uns aber heute überrascht hat: Touristen haben Schleswig Holstein bis zum 2. November zu verlassen. 

Jetzt kann man natürlich hergehen, und „Tourist“ so definieren, dass Wohnmobilisten da nicht darunter fallen, Argumente finden und schön reden kann man ja immer. Aber davon halten wir nichts.

Es ist nun wie es ist. Wir brechen ab und begeben uns auf die Heimreise. 

Trotzdem haben wir ein etwas ambivalentes Gefühl dabei, es ist ein bißchen, als würde man freiwillig in eine Schlangengrube fahren ... Stand heute liegt die 7-Tage-Inzidenz zuhause bei 110, hier bei 32. 

Nunja, wir werden es noch genauer halten als im Frühjahr: Kopf einziehen und Füße stillhalten. Es gibt schlimmeres. 


Man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es schön ist. Wir schließen daher an diese Stelle unseren Reisebericht, und danken Euch für Euer wie immer ungebrochenes Interesse an unserem Blog.


Bitte bleibt gesund
und kommt gut durch den Winter,
damit wir uns nach Corona
frisch und munter wiedersehen!

Moin
Eure Gaby & Willi



Der Kreis schließt sich: NOK, Rendsburg

Wir sind zurück am Nord-Ostsee-Kanal. 

Diesmal stehen wir auf dem Stellplatz Osterrönfeld, der beim letzten Mal knüppelbohnenvoll war. Heute gibt es viele Lücken, der Druck auf die Stellplätze läßt offenbar nach. 

Der Platz ist in Terrassen angelegt, so dass auch die zweite und dritte Reihe freien Blick auf die Hochseepötte haben. Und wieder einmal bekommt „Größe“ eine neue Definition:







Dieser Stellplatz liegt in unmittelbarer Nähe zum Fußgänger-Tunnel unter dem NOK, und da auf unserer Seite wenig Möglichkeiten zum Spazierengehen sind, nutzten wir ihn, um auf die andere Seite des Kanal zu gelangen.






Das Wetter trübt ein. Um trotzdem besser mit Benny laufen zu können ziehen wir andernfalls um auf den Platz in Schacht-Audorf, auf dem wir letztes Mal waren.

Gleiche Box, gleiche Perspektive, gleiches Motiv, aber heute grau-in-grau.



Hier werden wir uns einigeln und das Regenwetter vom Wochenende aussitzen ...








Mittwoch, 28. Oktober 2020

Schleswig

Wir stehen in der ersten Reihe: direkt vor unserer Nase liegt die Schlei und der kleine Sportboothafen. 

Die Promenade und der angrenzende Park laden zum Spaziergang ein, und wir finden sogar einen Hundestrand inklusive einem 45 Kilo schwerem Spielkameraden. Wir sind jedesmal überrascht, mit welcher Kraft Benny seine zarten 17 Kilo dagegen hält. Anschließend trägt er allerdings gute zwei Kilo Sand im Pelz nach Hause ...


















Direkt hinter unserem Stellplatz erheben sich imposant die Türme des St. Petri-Doms über das Stadtbild. Zu Fuß sind es nur wenige Schritte bis dorthin.

Der Dom wird derzeit aufwendig restauriert, schon von weitem sieht man, dass er nahezu komplett eingerüstet ist. Dennoch ist eine Besichtigung möglich. Es ist niemand anderes da, also gehe ich hinein. 

Nicht nur die Fassade wird gemacht, auch im Inneren wird gearbeitet. Alle Heiligtümer, Reliquien, der Altar bis hin zur offenbar prachtvollen Orgel sind zum Schutz vor Baustaub und Beschädigungen verhüllt und „verpackt“, man kann das Gesamtbild des Doms also nur erahnen. Einzig der Kreuzgang ist von den Baumaßnahmen anscheinend ausgenommen. 

Ein Prospekt erklärt, dass die Restaurierung in erster Linie der 32 prächtigen Kirchenfenster dient. Sie stammen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Ihre Sanierung soll € 750.000 kosten. 















Und guckt: dieses Wetter können wir auch!