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Mittwoch, 23. Februar 2022

Eine tapfere Filía

Filía hatte natürlich vor der bedrohlich wirkenden Umgebung eines Parkdecks, auf dem es ohrenbetäubend laut zugeht, ziemliche Angst. Trotzdem hat sie sich überwunden und ist tapfer unserem Benny hinterher gestiefelt. Schwierig waren wechselnde Fußbodenbeläge und Treppen, vor allem die mit offenen Stufen, und über allem hat sie selbstverständlich mitbekommen, dass Frauchen & Herrchen etwas mit den Nerven am Ende waren. Das war alles ziemlich viel auf einmal für unsere kleine große Maus …

Nachdem wir alle etwas geschlafen hatten, sah die Welt wieder schöner aus. Ihre morgendlichen Geschäftchen erledigt Filía zu unserer  Erleichterung völlig ohne Probleme auf dem Außendeck. Toll.

Wir haben schönes Wetter und können uns eine Zeitlang draußen aufhalten, auf der Adria wird es dann aber sehr windig, kalt und regnerisch, auch der Seegang nimmt zu und wir schwanken ordentlich, aber auch das nimmt Filía gelassen, sie orientiert sich prima an Benny.

Nach einer zweiten Nacht an Bord sind wir beizeiten wach, schön geht die Sonne auf und wir befinden uns bereits vor der Hafeneinfahrt von Ancona.

Wir stellen fest: die Schotten zu den Parkdecks sind bereits geöffnet und so sind wir vor allen anderen auf dem Parkdeck und im Camper, vor allem bevor rundum die LKW laut tösend ihren Bremsdruck aufbauen. Das ist sehr angenehm.

Es geht dann auch schnell und wir rollen von Bord. Ich sitze parat mit allen Handys, PLF-Barcodes, Impfzertifikaten und Heimtierausweisen und … schwups … werden wir durch das Hafengate gewunken und sind da, in Bella Italia.

Soviel zu „Covid-Kontrollen“.

























Dienstag, 22. September 2020

Siel- und Schöpfwerk Knock

Vorbeigefahren sind wir schon oft, heute schauen wir uns das Bauwerk näher an.

Hier fließt die Knockster Tief zusammen mit der Larrelter und Pewsumer Tief in die Ems. Die Tiefs sind Be- und Entwässerungskanäle des nordwestliche Ostfriesland. Zu einem Drittel liegt dieses Gebiet über NormalNull. Um Sommer wie Winter gleich hohe Wasserstände zu garantieren wurde 1968/69 das Siel und Schöpfwerk errichtet. 

Für die Schifffahrt unpassierbar, kann der Spaziergänger durch die großen Fensterscheiben auf das Innere und die insgesamt fünf imposanten Pumpen werfen. Eine jede von ihnen fördert bis zu 15.000 Liter in der Sekunde! 

Da wäre der heimische Pool mit bloß eine dieser Pumpen in nur einem Wimpernschlag randvoll! 








Voll, voll, voll ...

Uns ist nach einem Stellungswechsel. Im Nachhinein eine dumme Idee.

Weener an der Ems: bis auf den letzten Platz belegt ...

Der Stellplatz Emden am Sportboothafen platzt aus allen Nähten ...

Emden Außenmole völlig zugeparkt ...

In Emden stehen 50 Leute Schlange vor dem berühmten „Otto Hus“ und vor „unserer“ Fischbude mindestens 20, von einem geeigneten Parkplatz in der Nähe ganz zu schweigen. 

Mist.

Wir versuchen unser Glück am Siel- und Schöpfwerk Knock in der Nähe von Emden. Obwohl weit außerhalb von allem - auch hier: überall Wohnmobile. 

Auf dem Besucherparkplatz vom Leuchtturm der Knock lassen wir uns etwas ratlos nieder. Nicht unbedingt schön, aber zweckmäßig für eine Nacht. 

Wenigstens der Blick auf die Ems und den Sonnenuntergang über Holland sind eine kleine Entschädigung.







Montag, 21. September 2020

Mit dem Rad nach Haren

Das wunderschöne Wetter verleitet uns, in Lathen zu bleiben und noch einmal die Räder zu satteln. Heute wird die Tour ausgedehnter: wir radeln nach Haren, einfach so. 

Es ist Montag, und zumindest vormittags auf dem Hinweg haben wir den Radweg für uns ganz alleine, das heißt: Benny kann flitzen, das freut ihn natürlich. Unterwegs gibt es herrliche Plätze zum rasten, und überhaupt sind wir ganz verliebt in diese Gegend. 















In Haren angekommen freuen wir uns beim Anblick des rappelvollen Stellplatzes noch einmal genüsslich über unsere grüne Wiese am See ...!



Wir trinken einen leckeren Eiskaffee und treten alsbald den Rückweg an. Allerdings läuft Willi vorher noch ungeplant in eine Schere ... Zack, ab die Locken - und huch: sehr kurz!



Brad Pitt ist nicht draus geworden.
Aber man kann ja schließlich nicht nur gewinnen.
:-D

Sonntag, 20. September 2020

Fahrrad Töurchen

Wir stehen immer noch in Lathen, es ist unverändert schön, das spätsommerliche Wetter ein Traum. 

Wir nutzen die Gelegenheit und gewöhnen Benny wieder an seinen Fahrradanhänger, lange haben wir das nicht gemacht, also sind wir sehr behutsam: erst ohne Räder, dann mit, erst schieben, dann Ministrecken radeln - und natürlich gaaaanz viele Leckerlies! Nach drei Tagen wagen wir eine längere Strecke.

Die Ems fließt in unmittelbarer Nähe von unserem Stellplatz, an ihr entlang in beide Richtungen ein super ausgebauter Radweg. 

Da Sonntag ist, ist leider viel Verkehr, so dass wir Benny immer nur mal kurz laufen lassen können. Aber er meistert die Sache mit Bravour, läßt sich gut abrufen und liegt ansonsten völlig entspannt in seinem Gefährt! Gut gemacht, mein Bub!















Freitag, 18. September 2020

Lathener Marsch

Wir fahren weiter. In Haren an der Ems lachen wir uns kurz kaputt über das Gedränge auf dem uns bekannten Stellplatz, vor allem über den Kollegen, der uns sehend rasch seine Fahrzeugklappen Richtung letzter freier Lücke aufreißt! Aber keine Sorge, so schön, dass wir bleiben wollen ist es heute hier nicht. 

Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir die kleine Ortschaft Lathen. Hier finden wir entlang des Freizeitsees herrliche Ruhe und Beschaulichkeit. 

Das nahe Städtchen lädt zum Spaziergang ein, und jedem, der sich hierher verirrt, sei der Eissalon Venezia  wärmsten empfohlen: the best ever, ever, ever und eine Sünde wert!

„Hier ist es schön, hier bleiben wir!“ 















Nix darf ich ...!





Und überall ...!






Mittwoch, 16. September 2020

Unverbesserliche Wasserratten

Die Anfahrt zu unserem Stellplatz verlief entlang und über viele Kanäle und Seitenarme der Ems. Sie alle warten darauf, von uns erkundet zu werden. Wir haben nämlich bereits im Vorbeifahren viele schöne Schiffchen gesehen ... und ja: oje, uns schwant, dies hier könnte für uns ehemalige Wasserratten ein gefährliches Pflaster sein ... :-D


Anderntags stiefeln wir los, immer entlang der verschiedenen Wasserwege: hier fließen die schmale, nicht schiffbare Ems, der Dortmund-Ems-Kanal, der Ems-Vechte-Kanal und der Ems-Hase-Kanal zusammen.


Und überall liegen Schönheiten, die unsere Herzen höher schlagen und uns beinahe weich werden lassen. Wasser übt unverändert eine tiefverwurzelte Faszination auf uns aus, das wird sich wohl in diesem Leben auch nicht mehr ändern. Einmal Captain, immer Captain. 


Es ist also sozusagen unser großes Glück, dass heute nirgendwo ein „zu verkaufen“ Schild dran hängt, erst Recht nachdem einer der Bootseigner im Gespräch wieder einmal bestätigt, was für „Spottpreise“ bei der Binnenschifffahrt im Vergleich zum Mittelmeer ausgerufen werden ... 


Aber „nur gucken“ kostet nichts und der schöne Spaziergang hat Spaß gemacht!