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Donnerstag, 14. Januar 2016

"Adeus Portugal"

Unser jetziger Standpunkt in VILA REAL passt leider nicht mehr in die Reiseplanung unserer Segelfreunde, also fällt unser Wiedersehen leider aus. Das ist schade, zumal wir extra gewartet haben.

Und da für uns Spanien ja in Sichtweite liegt, geht es plötzlich ganz schnell und wir haben Portugal verlassen ... ein Land, welches uns positiv in all seinen Facetten und seiner Vielfalt überrascht hat: die Westküste mit seinen wildromantischen einsamen Stränden, das quirlige Lissabon mit seinen altertümlichen Straßenbahnen, die Algarve mit ihren atemberaubenden Küsten und Klippen. 

Vieles haben wir gesehen, vieles steht auf unserer "to-do-Liste" für das nächste Mal ... 

Für heute sagen wir: 

"Obrigado e adeus Portugal!"





Mittwoch, 13. Januar 2016

Oft gehört - und jetzt erlebt

Wir möchten alte Segelfreunde wiedersehen, die dieser Tage mit dem Flieger in FARO ankommen, als möglichen Treffpunkt haben wir TAVIRA ins Auge gefasst. Also fahren wir dorthin zurück. 

Der offizielle Stellplatz ist - tadaaa, wir hatten es bereits befürchtet - voll belegt. Also weichen wir auf den inoffiziellen Platz am Kanal von TAVIRA aus. Trotz "Camper Verbotsschilder" an den Zufahrten stehen auf diesem Parkplatz bereits 40 andere Wohnmobile. In Ermangelung fehlender Alternativen stellen wir uns dazu.

Wir laufen zum nahe gelegenen Waschsalon und nutzen die Gelegenheit. Als wir mit unserem Wäschebündel zurück an's Auto kommen, fährt zeitgleich ein Polizeiauto der G.N.R. vor. Zwei uniformierte Beamte sprechen zunächst mit den Bewohnern eines Fahrzeugs, welche sich gemütlich mit Tisch, Stühlchen und Wäscheständer eingerichtet haben ... 

Wir beobachten die Situation eine Weile, doch als die Polizei auch "normal parkende" Fahrzeuge anspricht, ist uns klar, dass sie auch vor uns nicht Halt machen werden.

Oft hat man uns inzwischen erzählt, dass die Polizei solche "Stellplätze" räumt, nun erleben wir es erstmals selbst. Aber mal ganz ehrlich: wir können das verstehen. Die Gemüter erhitzen sich immer wieder an Kollegen, die "Campingplatz ähnliches Verhalten" an den Tag legen. Gut finden wir das auch nicht. Aber auch ohne das, es ist allein schon die schiere Anzahl der Camper, die jetzt nach den Feiertagen hier unterwegs ist und vermutlich die Ordnungshüter auf den Plan ruft. Es müssen Tausende sein! So schön wir Portugal finden und kennen gelernt haben, für uns persönlich könnte diese "Unmenge" ein Grund sein, hier nicht mehr "überwintern" zu wollen.

Nun ja, wie dem auch sei, zurück nach TAVIRA. Wir fahren. 

Wir klappern unsere Möglichkeiten ab und landen schließlich nicht weit von der Stelle, von der wir morgens gestartet sind: dem Stellplatz in VILA REAL DE SANTO ANTÓNIO, direkt am Grenzfluss zu Spanien gelegen.

Lustigerweise treffen wir hier zum wiederholten Male Petra & Gunther wieder, neben ihnen ist noch Platz frei - und so kommen wir endlich einmal in den Genuss eines gemeinsamen Bierchens.

"Dann war die Polizeiaktion ja doch für was gut!"   :-D




Dienstag, 12. Januar 2016

Ein Beinahe-Pilz-Essen

Nach der unruhigen Nacht in OLHÃO gehen wir zurück an den PRAIA DE CABEÇO, hier ist es herrlich ruhig, die Camper lassen sich an einer Hand abzählen, und es dauert auch nicht lange, da folgen uns Nelly & Hannes nach. Einzig das Wetter lässt Wünsche offen: es könnte jetzt echt mal aufhören zu winden, zu winden, zu regnen, zu winden, zu regnen ...

Zu viert machen wir einen Spaziergang durch das angrenzende Wäldchen und stehen plötzlich vor ... Pilzen! Braunkappen-Röhrlinge! Boah, und so viele! Wir brechen einen auf, keine Verfärbung an Bruch- und Druckstellen, Probebissen: ja, die sind gut!

Flugs zurück an den Camper holen wir Körbchen und Messer. Behutsam lösen wir die ersten Pilze vom Boden. Was mich etwas stutzig macht ist ihr nass glitschiger Hut, Braunkappen sind eher trocken. Ob das vom vielen Regen kommt? Wir blättern in Nellys Pilzbuch, finden dazu aber keinen Hinweis.

Wir sammeln ein paar der Pilze, bis mir an meinen Fingerkuppen ein schmieriger Belag auffällt. Als ich diesen im feuchten Gras abwischen will, färben sich meine Fingerkuppen feuerrot. Sofort entscheide ich: NICHT ESSEN - dieses Phänomen, sprich: diesen Pilz kenne ich nicht!

Nichtsdestotrotz nehmen wir die bisher gepflückten Pilze mit zum Stellplatz und fragen die Nachbarn, aber niemand kann uns etwas mit Sicherheit sagen. 

Als letzen Versuch spricht Willi einen einheimischen Spaziergänger an, zeigt auf die Pilze und macht fragend das Handzeichen für "essen?". Freundlich bricht der Mann in eine ebenso wort- wie gestenreiche Erklärung aus ... nur: wir verstehen keinen Ton! Wir erkennen aber ein "ja" ebenso wie ein "nein". Prima. Wir sind genauso schlau wie vorher.

Das Ende vom Lied: wir essen die Pilze natürlich NICHT. 

Und das ist wohl auch gut so, denn spät am Abend findet Nelly im Internet unser Pilzchen: es ist ein Schmierröhrling (ah!), der zwar genießbar ist, aber oft Magen-Darm-Beschwerden  auslösen und abführend wirken KANN. 

Und so erschließt sich uns auch (Stunden später) die "ja-nein-vielleicht-Erklärung" des netten Portugiesen ...


(Meine roten Fingerkuppen waren übrigens nur eine Verfärbung und kein Ausschlag.)




Samstag, 9. Januar 2016

Markttag in Olhão

Nach wirklich sehr schönen und ruhigen Tagen mit tollen Spaziergängen am Strand und über die Klippen des PRAIA DOS TOMATES (lustiger Name, aber heißt tatsächlich so), nehmen wir Abschied und wieder einmal einen Stellungswechsel vor - es geht weiter Richtung Osten nach OLHÃO.

Hier quälen wir erst einmal stundenlang die Waschmaschinen und Trockner am InterMarché, weil wir diesbezüglich "überfällig" sind. Und so dämmert es bereits als wir am Parkplatz in Hafennähe ankommen ... 

Doch oha: Wohnmobile soweit das Auge reicht! Unfassbar wie voll es auch hier & heute erneut ist! 

Nelly & Hannes waren uns bereits vorausgefahren und haben netterweise während unserer Waschorgie mit "Zähnen und Klauen" ein Plätzchen für den OCEVI verteidigt, anders wären wir gar nicht mehr hier "gelandet". Dafür an dieser Stelle noch einmal : "Recht schönen Dank, Euch Beiden!"

Da stehen wir also in OLHÃO, "schön" ist etwas anderes, und auch die Nachtruhe läßt zu wünschen übrig. Nicht nur, dass der Verkehr selbst zu spätester Stunde überhaupt nicht einschläft, eine lustige Schnapsdrossel sucht um 03:00 Uhr laut singend ihren Heimweg - leider offenbar ohne großen Erfolg ...!

Nunja, alle sind wir froh, dass diese Nacht irgendwann rum ist und wir tun können, warum wir überhaupt hier sind: es ist Markttag in OLHÃO! Obst, Gemüse, Fisch, Fisch, Fisch. Einfach herrlich!





Mittwoch, 6. Januar 2016

Strandspaziergang

Inzwischen haben wir liebe Gesellschaft: Nelly & Hannes sind zu uns gestoßen. Und da das Wetter vorübergehend ein Einsehen hat, sind wir zusammen am Strand unterwegs.

Uns Mädels packt wieder einmal der Plastik-Sammelwahn ... 


... während uns die zweieinhalb Jungs in aller Gelassenheit mehr so "rein mental" unterstützten :-D





Montag, 4. Januar 2016

Steckdose: keine Chance ... aber dennoch versöhnt.

Anderntags versuchen wir es noch einmal. Vielleicht war es ja nur aufgrund der Feiertage so voll und die Lage entspannt sich nun wieder etwas - so hoffen wir.

Doch wir werden eines besseren belehrt. Verschiedene Stellplätze fahren wir an, aber überall das gleiche Bild: sie platzen aus allen Nähten, vor den Toren steht man Schlange. Individualcampen sieht irgendwie anders aus ...!

Wir geben auf, eigentlich bin ich ob dieses Gedränges sogar leicht genervt. Doch mein Willi hat wieder einmal den richtigen Riecher! Er folgt einem Hinweisschild "Praia" und lässt sich nicht beirren, als die Zufahrt in einen Sandweg mit gefühlten 1.000 Schlaglöchern und Wasserpfützen übergeht - am Ende werden wir für alle Strapazen entschädigt!

Ein Strandparkplatz ganz für uns alleine, das Meer nur wenige Schritte entfernt, feiner goldener Sand und eine atemberaubende Kulisse durch rote Sandsteinklippen! Toll! 

"Hier ist es schön, hier bleiben wir!", so unser Schlachtruf, und wir können unseren eigenen Strom machen, denn hier hört es niemand!






Sonntag, 3. Januar 2016

Zurück an's Meer

Plötzlich ist in Portugal Winter. Naja, nicht "Winter", wie man sich ihn in heimischen Breitengraden vorstellt, aber doch trübt sich das Wetter auch in Portugal über längere Zeit ein und es scheint nicht automatisch nach einem Regentag wieder die Sonne. Laut Vorhersage soll es die nächsten acht Tage bedeckt und regnerisch bleiben. 

Der einzige Wehmutstropfen auf Andrés Stellplatz: aufgrund seiner abgeschieden Lage hat er keinen Strom hier - für uns der wirklich einzige Grund, am dritten Tag bereits wieder aufzubrechen, ungern möchten wir die Nachbarn mit unserem Generator beknattern. Sonst wären wir echt noch gerne geblieben. 

Wir fahren nach Silves, dem nächst größeren Ort in dieser Gegend. Hier gibt es drei Stellplätze mit Stromversorgung ... und man mag es glauben oder nicht: sie sind alle bis auf den letzten Platz belegt und man winkt uns ab.

So kommt es, dass wir schließlich wieder an der Küste landen. In ARMÁÇAO DE PÉRA stellen wir uns für die Nacht auf den Strandparkplatz, auf dem wir übrigens 100 andere Camper-Kollegen antreffen. Wir sind ein bißchen erschrocken, und haben das Gefühl, dass sich seit Weihnachten die Anzahl der Camper explosionsartig mindestens verdoppelt hat.

Nun denn, sei's drum, wir sind jedenfalls zurück am Meer ...



Samstag, 2. Januar 2016

Camperstop Messines

Ach, ist das schön hier! 

Wir werden von André, dem holländischen Platzbetreiber, sehr freundlich empfangen und willkommen geheißen. 

Zwischen Eukalyptusbäumen parken wir unseren Dicken und sagen erst einmal den Nachbarn Hallo - der Platz ist besucht, aber nicht beengt, es gibt WCs, Duschen, eine Waschmaschine, WiFi (das eigene steigt in dieser Abgeschiedenheit wieder aus) und natürlich viel Natur, die zu Spaziergängen und Wanderungen einlädt, Routen und Wegbeschreibungen stellt André gern zur Verfügung.

Ebenso kleine Einkläufe wie z.B. Brot übernimmt André auf Wunsch und auch sonst haben wir den Eindruck, er ist um die Zufriedenheit seiner Kunden äußerst bemüht.



Was uns auch besonders gefällt: es gibt viele Hunde hier, und solange sie friedlich miteinander umgehen hat niemand etwas dagegen, dass sie frei laufen. 

Zu spät haben wir uns jedenfalls für diesen Stellplatz interessiert, denn auch hier feierte man knallfreies Silvester. Das merken wir uns bestimmt für das nächste Jahr! Bilder vom vergangenen Weihnachtsmenue lassen uns übrigens noch nachträglich das Wasser im Munde zusammenlaufen ...!

Fazit: für uns einer der schönsten "offiziellen" Stellplätze auf dieser Reise! Wer mehr erfahren möchte, der suche in Facebook unter: "Camperstop Messines" oder direkt nach der gleichnamigen Website. 

Von uns jedenfalls ein fettes LIKE und Daumen hoch!







Freitag, 1. Januar 2016

Neujahrs-Odysee

Unser Silvester war herrlich ruhig, völlig ohne Knallerei hat unsere Fellnase Max gar nicht mitbekommen, welche Glückseligkeit ihm da widerfahren ist.

Nun möchten wir zurück Richtung Meer. Auf halber Strecke bietet sich AMEIXIAL ein schön beschrieber Stellplatz an. Die Fahrt dorthin wird anspruchsvoll: auf schmalem Straßen geht es kurvig bergauf und -ab, landschaftlich sehr hübsch. Kurz nach Mittag sind wir am Ziel.

Doch was ist das? Wir treffen zwar ein paar Hartgesottene hier an, aber "schön" ist wirklich etwas anderes. Die Camper stehen direkt an einer großen Halle, das Gelände ist matschig (gut, für das Wetter kann niemand was), aber überall stehen Traktoren, Baumaschinen und Ölfässer. Immerhin: V+E und Strom soll es kostenlos geben - für uns aber kein Grund zu bleiben. 

Als Alternative wählen wir einen Stellplatz in der Nähe der Ortschaft MESSINES aus. Wir fahren weiter, die Koordinaten im Navi programmiert. 

Wir erreichen SÃO BARTOLOMEU DE MESSINES, werden durch den Ort hinduch und auf der anderen Seite hinaus geleitet, wir biegen ab auf eine schmale Piste, je weiter wir fahren wird diese immer enger, rechts und links nur Natur, wohin auch das Auge fällt, nun unter der Autobahn durch und dann ...

Plötzlich sagt das Navi: "In 400 Metern endet die Routenführung. Sie befinden sich in der Nähe Ihres Ziels."

Sehr witzig ...! Diese Ansage kannten wir bisher noch nicht. Und hier ist ... nichts.

Und jetzt? Wir können noch einmal das Internet befragen, weil wir außerhalb der Netzabdeckung sind. 

Also zurück Richtung SÃO BARTOLOMEU DE MESSINES. Hier haben wir wieder Netz. Auf GoogleMaps suchen wir die Umgebung ab. In Ortsrandlage scheint es einen Stellplatz geben, den finden wir leicht, aber wir sehen auf den ersten Blick: das ist nicht der Platz, wie er bei campercontact.nl fotografiert ist. 

Also googlen wir die Koordinaten, die Stecknadel pickst mitten im Nirgendwo, aber jetzt können wir sehen, dass unser Navi von der falschen Himmelrichtung angefahren ist. 

Jetzt orientieren wir also nach Tante Google. Wieder wird plötzlich die Straße schmal und geht schließlich sogar in einen Feldweg über ...

Aber ein kleines Schild mit selbstgemaltem Campersymbol macht Mut, wir fahren weiter ... bis wir plötzlich weiße Camper durch das Grün schimmern sehen. Tatsächlich - der Stellplatz!

Jetzt muss ich nur noch die Luft anhalten und beide Augen zukneifen, weil die Zufahrt über eine Brücke geht, die viel zu klein für uns aussieht, es aber natürlich nicht ist und ... 

Wir sind da!




Frohes Neues Jahr!

All unseren treuen Lesern wünschen wir ein glückliches und gesundes Neues Jahr, denjenigen, die reisen - ob zu Land oder zu Wasser - wünschen wir spannende Ziele, aufregende Erlebnisse und bleibende Erinnerungen!

In diesem Sinne: 

Vor uns liegt die erste leere Seite eines 365-seitigen Buches. Lasst uns alle gemeinsam eine gute Geschichte 2016 schreiben.


Donnerstag, 31. Dezember 2015

Barragem de Monte da Rocha

Es ist Silvester. So herrlich einsam es am Barragem do Roxo ist, so fahren wir doch weiter an den nächsten Stausee. Hier stehen (immerhin!) noch zwei andere Camper.

Das Wetter bleibt trüb. Wir machen das beste draus ... und freuen uns: dies wird ganz sicher für unseren Max ein entspannter Jahreswechsel - wir rechnen nicht damit, dass hier irgendjemand böllert. 

Es ist uns übrigens in den letzen Tagen bereits aufgefallen: in Portugal gibt es kein Feuerwerk in den Supermärkten zu kaufen, wie bei uns in Deutschland.

Nun denn, ob mit oder ohne Knall: das neue Jahr kann kommen.




Mittwoch, 30. Dezember 2015

Alentejo

Zurück auf etwas besser ausgebauten Straßen orientieren wir uns nun nach Westen. Wir kommen in den Landstrich ALENTEJO, der dünn besiedelsten Gegend auf der gesamten iberischen Halbinsel.

Plötzlich wird die Topographie milder, die Hügel sanfter, weitläufige Ackerflächen aus satt roter Erde prägen das Bild, darauf weit versprengt Korkeichen. 

Portugal's Korkproduktion liegt mit 55 % des Weltmarktes an der Spitze Kork produzierender Länder. Allein in Portugal wachsen 70 Millionen Korkeichen, ein Großteil davon im Alentejo und der Algarve.


Tourismus wird in dieser Gegend "kleingeschrieben", Ortschaften gibt es nur wenige und so wundert es nicht, dass auch die Infrastruktur dergestalt, dass wir nur langsam vorwärts kommen und erst am späten Nachmittag unser Alternativziel (nach Paremão) erreichen: der Barragem do Roxo, dem Stausee in der Nähe von des Städtchens Aljustrel. 

Hier sagen sich zwar "die Füchse gute Nacht", aber wir stehen direkt am Wasser in absoluter Ruhe. 


Übrigens finden wir in unserem Reiseführer den Hinweis, dass in dieser Gegend der Blick auf den Sternenhimmel seinesgleichen suchen soll. Durchaus vorstellbar, so wenig Streulicht wie es hier gibt, doch leider bleibt uns dieses Erlebnis wegen dicker Wolken verwehrt.




Wir vertrauen unserem Navi

... und es schickt uns prompt in die tiefste Pampa !

Wir fahren weiter nach Norden: POMARÃO ist heute unser Begehr - wir haben davon gelesen und gehört, es klang gut. 

Also, Navi an und los geht's. 

Die Landschaft bleibt unverändert schroff und hügelig. Irgendwann sehen wir ein zweideutiges Hinweisschild "Pamarão nach links", unser Navi will nach rechts. Der Pfeil "nach links" ist so winzig, dass wir auf's Navi hören ... "nach rechts".

Die Straße wird schmal ... noch schmaler ... am schmalsten ... laut Navi elf Kilometer bis zur nächsten Kreuzung. 

"Wenn's noch enger wird, wird's eng!", befinde ich.

Der "Weg" ist kurvig, gelegentlich gibt es winzige Ausweichmöglichkeiten, oft geht es über unübersichtliche Kuppen. Genau auf einer solchen kommt uns natürlich ein Auto entgegen, die Schrecksekunde hat durchaus Herzinfarkpotential ...!


Doch irgendwann haben wir die elf Kilometer geschafft, jetzt geht es steil bergab in das Dörfchen POMARÃO, den "Stellplatz" direkt am Rio Guadiana sieht man bereits bei der Anfahrt. 

Wir sind da ... und enttäuscht. 

Gesehene Fotos haben schöner ausgesehen. Sicher trägt auch das bedeckte Wetter dazu bei, aber hier gefällt es uns nicht. Eingerahmt durch die Berge recht und links an den Ufern, ist es uns hier zu düster und zu dunkel.

Wir fahren zurück ... diesmal über die "richtige" Straße, die sich aber als nur unwesentlich breiter entpuppt. Man ist hier echt kurz vor dem A.d.W.




Dienstag, 29. Dezember 2015

Ausflug ins Landesinnere

Ganz entgegen unserer Gepflogenheiten kehren wir dem Meer den Rücken und erkunden ein wenig die Gegend entlang des Grenzflusses zu Spanien, dem Rio Guadiana.

Nach nur wenigen gefahrenen Kilometern Richtung Norden erreichen wir den "Parque Naturale do Vale do Guadiana". Die Gegend ist bergig und karg.

In ALMADA D'OURO gibt es einen kleinen Stellplatz, auf dem wir übernachten. Er liegt auf einem Plateau über dem Barragem (übers.: Stausee) Odeleite und bietet rundum Fernsicht auf die äußerst dünn besiedelte Landschaft. 




Der Stellplatz wird von einem Jagdclub betrieben, und wir bringen in Erfahrung, dass zu Silvester 40 portugiesische Club-Camper erwartet werden - Grund für uns, anderntags weiter zu fahren.


Montag, 28. Dezember 2015

Heute: Bäh-Wetter ...

... muss ja aber auch mal sein. Also ist heute "einigeln" und "kuschelig machen" angesagt.

Morgen wird's wieder schön.








Sonntag, 27. Dezember 2015

So schrecklich kann Campen sein ...

Wir haben uns nur zum Radfahren und Spazierengehen vom Fleck bewegt.

Aber Highlight des Tages: mein Willi hat gekocht! Spaghetti-Meeresfrüchte. Die Küche muss zwar "renoviert" werden, aber das ist es wert. So super lecker!



Während wir tafeln und wir uns freuen, wie gut es uns geht, müssen wir Willis Freund Giorgio aus Sardinien denken. Auch er war ein begnadeter Koch, von ihm haben wir viele Tricks der italienischen Küche gelernt. Georgio war Fischer, der leider nicht schwimmen konnte - 10 Jahre ist es nun schon her, dass Georgio auf See tragisch und viel zu jung tödlich verunglückte ...



Samstag, 26. Dezember 2015

Praia do Cabeço

Am ersten Weihnachtsfeiertag löst sich unsere kleine Weihnachtsgesellschaft auf: Astrid & Fridolin ziehen weiter nach Spanien, Nelly und Hannes bleiben noch und wir schauen uns einen der unlängst mit dem Fahrrad gesehenen Plätze an.

Fündig werden wir bei Monte Gordo. Wir freuen uns, wieder frei zu stehen. Nun lassen wir Weihnachten gemütlich ausklingen und überlegen, was wir als nächstes "anstellen" wollen ... :-D


Freitag, 25. Dezember 2015

Schön war's ...!

Zusammen mit Astrid & Fridolin und Nelly & Hannes verbringen wir den Heiligen Abend. Gemeinsam kochen wir, jeder steuert etwas bei und - voilá - fertig ist unser Weihnachtsessen!

Leider zieht Feuchtigkeit auf, und da wird es selbst unter Astrid & Fridolin's Markise beizeiten irgendwann ungemütlich kalt, lange draußen sitzen bleiben und quasseln geht also heute leider nicht.

Aber dennoch, es war ein wunderschöner Abend, vielen lieben Dank an alle Beteiligten!









Donnerstag, 24. Dezember 2015

Unsere gute Tat zu Weihnachten

Bei unserem Weihnachtsspaziergang am Strand heben wir heute Stricke, zerrissene Netze, Kordeln und alles andere auf, was sich zusammen binden lässt. Es ist erschreckend, wieviel in nur einer Stunde zusammenkommen kann. 

Wir schleifen unser Bündel zum nächsten Mülleimer ... und hinterlassen eine lustige Spur im Sand.


Zurück am Auto fangen wir an zu brutzeln: es gibt ein gemeinsames Weihnachtsmenue mit Astrid & Fridolin und Nelly & Hannes. Darauf freuen wir uns.

Allen unseren lieben und treuen Lesern wünschen wir ein Frohes Fest und besinnliche Feiertage!

Die Weihnachtsmänner waren bei uns übrigens schon da!     :-D






Mittwoch, 23. Dezember 2015

Radtour nach Monte Gordo und Vila Real de Santo António

Und juckt Tatendrang, lange sind wir nicht mehr Rad gefahren. Wir starten der Nase nach, grobe Richtung: spanische Grenze, die ist Luftlinie etwa 18 km von MONTE ROTA entfernt.

Wir meiden die stark befahrene Nationalstraße und nehmen lieber einen Umweg über kleine Dörfer im Landesinneren in Kauf.

Zurück am Meer erreichen wir als erstes MONTE GORDO. Erstmals treffen wir Hotelburgen am Stück - sprich: eine an der anderen - an. Für unseren Geschmack nicht schön, aber wir entdecken auch abseits gelegene lauschige Plätzchen, die nette Möglickeiten für ein WoMo's versprechen.

Wir radeln weiter nach VILA REAL DE SANTO ANRÓNIO. Dieser Ort liegt am südöstlichsten Punkt Portugals direkt am Grenzfluss Guadiana. Wir werfen einen kurzen Blick auf Spanien auf der anderen Seite des Flusses und treten dann wieder den Heimweg an. 

Auch dieses Mal bevorzugen wir die wenig frequentierten Nebenstraßen, begehen unterwegs an einem Orangenbaumfeld "Mundraub" (es waren aber nur zwei Stück, ehrlich!) und sind nach fünf Stunden, 45 geradelten Kilometern und einem tollen Ausflug wieder am OCEVI - gerade rechtzeitig, bevor Astrid sich ernsthafte Sorgen macht, wir kämen gar nicht wieder ... wie lieb!