Donnerstag, 30. Januar 2020

Schlemmen im Al Galù

Wir besuchen Negica & Guglielmo in Marina di Ragusa. Nach einem schönen Nachmittag bei ihnen zuhause führen sie uns aus zum Essen! Dazu fahren wir nach Scicli in ein Restaurant, welches wie so oft von außen überhaupt nicht als solches zu erkennen ist:







Es wird opulent und ein Abend der gehobenen Kochkunst - wie echte Touristen fotografieren wir jeden Teller 😂:



La tartare di carne modicana, servita con scaglie di ragusano, caviale di miele e balsamico e carbone di olive nere.




Il pulpo caramellato servito su crema di patate affumicate




I tagliolini con datterino e asparagi selvatici, pistacchio e ricotta 




Gli spaghetti ai frutti di mare AL GALÙ


Super lecker und super viel, allerdings gehobene Preise. Der caramellisierte Pulpo war dafür aber echt der Hammer!

Die folgende Nacht wird schlaflos, weil wir gar nicht wissen, wie wir auf unseren dicken Bäuchen liegen sollen ...

Und wer es uns nachtun möchte: das ganze gibt es hier: 




Montag, 27. Januar 2020

Donnalucata

Wir kehren dem Trubel rund um Maganuco den Rücken und fahren langsam weiter nach Westen.

Station machen wir auf einem Strandparkplatz in der Nähe von Donnalucata. Auch hier liegt ein toller feiner Sandstrand vor uns, und erstmals seit langem sehen wir mal wieder die Sonne über dem Meereshorizont untergehen.




Entlang des Strandes stehen Ferienhäuser, wie man sie von der Hauptstraße aus gar nicht vermutet, weil man von dort nur an Gewächshäusern und Plantagen unter Plastik entlang fährt.

Angesichts der derzeitigen verwaisten, aber sehr gepflegten Häuser kommen wir ins Träumen. In Gedanken spielen wir mit Möglickeiten, Benny hilft uns beim aussuchen und trifft durchaus unseren Geschmack. 

Die dem Meer zugewandten Fassaden täuschen allerdings oft, nach vorne raus sind die Häuser manchmal riesig, und wären uns dann doch zu groß, mal ganz abgesehen davon, dass wir nicht seßhaft werden möchten, und den Kampf gegen die sich ständig heranschiebenden Sanddünen gar nicht kämpfen wollten.

Aber Gedanken sind ja bekanntlich frei ...

















Palmen-Parkplatz geräumt

Endlich wird das Wetter schöner. Eigentlich wollten wir weiterfahren, aber der herrliche Sonnenschein verleitet uns, noch etwas am Gay-Strand zu bleiben. Die Jungs tun uns ja schließlich nix.

Am späten Nachmittag kreuzt hinter uns plötzlich ein Wohnmobil auf: RiRo haben uns gefunden, wie nett. So sind wir nicht mehr ganz alleine, aber genießen weiterhin die relative Abgeschiedenheit ...

... bis es morgens plötzlich schlagartig voll wird: die Polizei hat den Palmen-Parkplatz wegen Camping-ähnlichem Verhalten geräumt! Wir hatten uns ja auch schon gefragt, wie lange das noch gut geht ...

Jetzt kommen alle hierher - Zeit, zu gehen. 

Adio Maganuco!










Später am Tag sieht es dann am Gay-Strand so aus, wie uns RiRo berichten:





Sonntag, 26. Januar 2020

Falschparker am Gay-Strand

Bevor wir im Südosten Siziliens aufbrechen, stellen wir uns noch einmal auf den „Ausweich-Parkplatz“ in Maganuco, auf „Hausmeistergehabe unter Palmen“ haben wir keine rechte Lust.

Wir stehen ganz alleine, leider ist das Wetter trüb und diesig, irgendwie gar nicht schön im Moment. Wir igeln uns ein.

Bereits beim letzten Mal sind uns hier italienische Männer aufgefallen, die irgendwie um uns rum schleichen, ein paar davon sind ins nahe Gebüsch verschwunden, auffällig unauffällig. Uns beschlich da so eine Vermutung ...

Auch dieses Mal umkreisen uns Männer, die uns offenbar schüchtern beäugen. Immer wieder fahren die selben Autos den Strandparkplatz an, drehen, halten, fahren weg, kommen wieder.

Willi googlet mal - tatsächlich: wir stehen am Gay-Strand Maganuco! 

Ups, hoffentlich stören wir hier nicht den Verkehr ...




Mittwoch, 22. Januar 2020

Ausflug in die alte Heimat Marzamemi

Wir machen einen Ausflug nach Marzamemi. Unser Freund Guglielmo hat das Marina Management abgegeben in die Hände seiner zwei Söhne, heute ist er jedoch hier. 

Auch in Marzamemi haben wir sofort ein heimeliges Gefühl, viel verbindet uns mit diesem kleinen Badeort und kaum angekommen, spült es ganz viele Erinnerungen wieder hoch:

Unsere SY Capella war hier zwei Jahre zuhause und immer wieder gern gesehener Gast ...

Mäxlein ist hier geboren und Minny hier gestorben ...

Viele bis heute andauernde Freundschaften haben wir hier geschlossen mit Einheimischen und mit Reisenden wie wir: Negica, Guglielmo, Luise, Luigi, Petra, Piet, Annette & Steve ...

Wie wir hier so stehen und aus dem Fenster gucken, meinen wir gerade, alles wäre erst gestern gewesen und doch ist es schon so lange her. 

Wir trinken Kaffee mit Guglielmo, schlendern über die Stege zum „Schiffe gucken“, und ein ganz klein wenig schleicht Wehmut in unsere Herzen. Benny ist tapfer dabei und auf den schwankenden Stegen völlig unerschrocken - er wäre also wohl auch ein guter Bordhund geworden. 

Verändert hat sich ansonsten hier wenig, außer dass - wie gesagt - heute die beiden Jungs Daniele und Salvatore jetzt die Chefs hier sind.













Dienstag, 21. Januar 2020

C.V.S.M. Ciriga

Auf dem Weg nach Marzamemi machen wir Halt bei Salvatore: der kleine Stellplatz mit ist völlig leer, und Salvatore freut sich, dass wir vorbeikommen.

Es hat sich wenig verändert auf dem Platz, typisch sizilianisch herrscht nun im Winter ein bißchen Durcheinander, aber die Arbeiter seien bestellt, um den nächsten Sommer vorzubereiten. 

Und noch jemand begrüßt uns: Platzhund Willi - ein großes gutmütiges Kalb, das wir schon seit Jahren kennen, er muss mindestens 12 Jahre alt sein, solange ist es her, dass unsere Freunde aus England hier waren, und nun Hund Willi auf Fotos sofort wieder erkennen. 

Hund Willi ist demnach zwar ein alter Knochen, aber doch noch überaus fit. Er und Benny stoben gleich zusammen los - es geht über Stock & Stein und natürlich auch ins Meer, Benny sieht in Nullkommanix aus wie ein paniertes Ferkel, und wenn wir wollen, dass Benny mal seine Geschäfte verrichten soll, müssen wir den alten Herrn solange an die Leine nehmen.














Montag, 20. Januar 2020

Zurück unter Palmen

Nach dem Wochenende fahren wir nochmals zurück zum „Palmen-Parkplatz“ in Maganuco. Leider ist das Wetter heute dunkel, es regnet sogar gelegentlich.




Die Betreiber der Pizzeria sind da, und obwohl heute Ruhetag ist, machen sie uns einen Kaffee und - dem nicht genug - schenken sie uns Chiabatabrote, frisch aus dem Ofen und noch warm - köstlich! 

Verhungern ist auf Sizilien ein absolutes Ding der Unmöglichkeit!






Sonntag, 19. Januar 2020

In famiglia

Wir besuchen Luise & Luigi! Lange haben wir uns nicht gesehen und doch fühlt es sich an, wie „nach Hause kommen“! Irgendwie ist es, als sei man erst letzte Woche hier gewesen. 

Ihre Kinder sind auch alle da, und die Enkel sind groß geworden - wir staunen. Wie schön, die ganze Familie wiederzusehen!

Natürlich gibt es zu essen - und wie! Das Wetter ist toll, der Grill qualmt schon, und im Pizzaofen brutzelt eine Schweineschulter - vom Duft läuft uns bereits das Wasser im Mund zusammen. Wieder einmal biegt sich die Tischplatte vor köstlichen Leckereien, wieder einmal können wir hinterher kaum „Papp“ sagen. 

Und wieder einmal dürfen wir nicht gehen, ohne die Arme voll beladen mit feinen Sachen aus dem eigenen Garten: Fenchel, Orangen, eingemachte Tomaten und Auberginen, selbst gekelterten Wein und eigen hergestelltes Olivenöl ... so toll!

„Herzlichen Dank, Ihr Lieben! 
Ihr seid immer viel zu gut zu uns! 😘“













Samstag, 18. Januar 2020

Ein paar Meter weiter

Nun steht allerdings das Wochenende vor der Tür. Wir verkrümeln uns in Maganuco, denn wir wollen tatsächlich den Einheimischen nicht die Parkplätze rauben. 

Nur wenige Meter weiter gibt es noch einen Parkplatz - nicht so hübsch, ohne Palmen und ohne Kneipe, aber mit der gleichen Sonne und dem gleichen Meer. 

Was anderes wollen wir ja gar nicht ...

Allerdings kommen wir nicht umhin, als erstes unsere Dreck-Sammel-Zange zu benutzen, nicht nur, weil wir selbst es ohne Müll vor der Tür schöner finden, sondern auch um Benny einen Riegel vorzuschieben - leider liebt er Bäh-Sachen. 




Freitag, 17. Januar 2020

Alles neu in Maganuco

Wir fahren weiter in den Südosten der Insel und steuern damit die nächste „Veränderung“ an: Maganuco.

Es hat im Netz bereits die Runde gemacht, dass der Strandparkplatz und die dazugehörige Pizzeria nicht mehr so verwaist sein soll, wie in den sehr vielen Jahren zuvor, in denen das Gebäude ein immer mehr in sich zusammenfallender Schuppen war. 

Und tatsächlich: der Platz ist sehr aufwendig gemacht mit Steineinfassungen, Beleuchtung und Palmen! Nun sieht der Parkplatz sehr nach einem Privatgelände aus ... und doch stehen mal glatte 12 Wohnmobile drauf!

Direkt vorne vor der Strandbude ist noch Platz, dort stellen wir den OCEVI ab und steigen erst einmal aus. Es dauert keine drei Minuten - ich fange gerade Benny ein, der auch aus dem Auto gehopst ist - da springt mir ein Deutscher ohne ein „hallo“ recht unwirsch ins Gesicht: „Da“ zu stehen sei verboten, wir sollten abhauen, sonst würde am Abend wegen uns der gesamte Platz geräumt!

Sind denn nur noch solche Leute unterwegs? Wenn ich mich nicht irre, steht er doch auf dem exakt selben Parkplatz, oder bin ich blöd ...?!?

Wir treffen alte Bekannte wieder - sie stehen zum Teil bereits seit Monaten hier. Der Wirt der Pizzeria (übrigens sehr schick, aufwendig renoviert und toll gemacht) kommt und wir nehmen Kontakt auf. Nein, wir wären nicht im Wege, es wäre okay, stehen zu bleiben. Kein Problem. 

Wer sagt es denn. Natürlich gehen wir abends eine Pizza essen. Die meisten anderen Camper maulen allerdings: zu teuer, der nähme „cuperto“ (€ 1,50 für das Gedeck), und überhaupt.

So sind wir leider die einzigen Gäste, und haben überhaupt kein Verständnis dafür. Die Pizza ist sehr lecker, die Preise fangen bei € 4,00 an - es kann uns also keiner was erzählen von teuer ...

Für uns selbstverständlich, dass der Wirt was davon haben soll, wenn wir uns schon auf seinem Parkplatz breit machen. Für andere ist es das offenbar nicht. DAS ist es, was immer mehr unseren Ruf verdirbt, und nix anderes.

Anmerkung: Für das „cuperto“ gab es übrigens eine weiße Stofftischdecke, Stoffservietten, eine Vorspeise und zwei Averna auf‘s Haus!















Einen Abend später gehen wir noch einmal Pizza essen - diesmal sind wir eine kleine Gruppe von sieben Wohnmobilisten. Es ist ein netter Abend, alte Bekanntschaften zu vertiefen und neue zu knüpfen. Schön.





Mittwoch, 15. Januar 2020

Lido di Noto

Trotz des Hausmeister Ehepaars, die geflissentlich über den Platz patrouillieren und die daraus resultierende Anti-Stimmung, bleiben wir drei Tage im Oasi Park, die Wäsche trocknet in der Sonne, Willi macht ein paar kleine Reparaturen, und wir unternehmen Spaziergänge in der näheren Umgebung. Schön ist es immer noch hier, keine Frage.