Donnerstag, 17. Oktober 2019

Analipsi Dorf

Unser Brot geht zur Neige. Einen Bauern, der seine Sachen verkauft, gibt es in unmittelbarer Nähe, Brot gäbe es im Dorf.

„Da gibt’s keinen Bäcker!“, so die einhellige Meinung unserer Camper-Nachbarn. Trotzdem laufen wir los, und wenn es nur für die Bewegung gut ist ...

Zwei Kilometer durch Olivenheine, vorbei an schmucken Häuschen, erreichen wir das kleine Örtchen. Es ist in der Tat überschaubar. Aber es gibt drei Kneipen, eine davon ist gleichzeitig ein kleiner Krämerladen ... und er hat frisches Brot! Wer sagt’s denn?! Zusammen mit drei Kaltgetränken werden wir Pfennigsbeträge los, und nach kurzer Rast auf des „Bäckers“ Terrasse trappern wir wieder heimwärts. 



Unterwegs sind wir wieder einmal überrascht, wie gepflegt hier die Anwesen aussehen - und in welch strahlenden Farben die Natur noch blüht und leuchtet, schließlich haben wir bereits Mitte Oktober.




Mittwoch, 16. Oktober 2019

Analipsi Beach

Nach ein paar Besorgungen in Kalamata landen wir nicht weit entfernt am Strand von Analipsi. Ein paar wenige Camper stehen hier bereits, aber die Sackgasse entlang der Küste bietet viel Platz.





Vor Ort gibt es nette Tavernen und Bars, die sogar noch geöffnet haben und zur Einkehr einladen. Am feinen Sandstrand selbst gibt es alle paar Meter Duschen, die in Betrieb sind, das Wetter ist strahlend sonnig, das Meer noch herrlich warm ... was will man mehr?





„Hier ist es schön, hier bleiben wir!“

Gesagt. Getan. Wir lassen die Seele baumeln, gehen SUPen und paddeln - Benny wird von allen bewundert, wie toll er das mitmacht. 








Montag, 14. Oktober 2019

Tschüss, Ihr Lieben!

Obwohl es schön ist in Kalamata, zieht es uns nun doch weiter. Wir haben gut gestanden in der Marina und danken den Betreibern, dass wir zu Gast sein durften, denn eigentlich möchten sie nicht, dass Wohnmobile hier stehen und - wie heutzutage leider üblich - auch rasch überhand nehmen.

Wir können noch ver- und entsorgen, und schon nehmen wir Abschied von dem Segelkutter LEEV LINDA und der SY BALU - jedoch ist es durchaus möglich, dass wir uns in Griechenland noch einmal an anderer Stelle treffen!

“Vielen lieben Dank für alles! Habt noch eine schöne Zeit! Immer eine Handbreit und fair winds!“





Samstag, 12. Oktober 2019

Die BALU Crew ist da!

Wie schön! Rieke & Elja mit Töchterchen Celina sind da! In der fernen Heimat hat ein Wiedersehen leider nicht geklappt, umso mehr freuen wir uns jetzt!



Und nun kommt Willis neues Pfännchen zum Einsatz! Auf dem Wochenmarkt kaufen wir ein, Anne & Willi steuern bei, abends stellen wir Tische und Stühle zusammen und los geht’s - das Ambiente marinatypisch rustikal, aber wir machen es uns nett.











Wir haben keinen Deckel für unsere neue Riesenpfanne, aber wir wären weder Segler noch Camper, wenn Willi dazu nix einfiele: 





Und - na klar - es gibt Meeresfrüchte:



mit Spaghetti 



Macht zusammen:






 
Es ist ein gelungenes Event, und obwohl wir erst dachten, wir müssten noch eine Fußballmannschaft einladen, ist das Pfännchen schließlich ratzekahl leer. Super lecker war‘s! 

Ein toller Abend. Und doch hat er seine rührseligen Momente. Sowohl Anne & Willi als auch Rieke & Elja hätten wir nie kennengelernt, wären wir nicht mit der SY CAPELLA auf dem Wasser unterwegs gewesen ...

Umso schöner ist es, dass sich inzwischen „der Kreis geschlossen hat“, der Segelkutter LEEV LINDA und die SY BALU jetzt Seite an Seite im Hafen liegen, und Willi & ich heute als „nur noch Camper“ immer noch Teil dieser Gemeinschaft sein dürfen! Aus Segelbekannten sind Freunde geworden. 

Solche Momente empfinden wir als großes Glück - Momente, die wir für nichts auf der Welt missen möchten! Einzig Sonja & Klaus haben heute Abend in dieser Runde der „Boatpeople“ gefehlt ...


Freitag, 11. Oktober 2019

Schnapp des Tages

Lange schon sucht Willi nach einer groooßen Edelstahlpfanne, in Kalamata wird er endlich fündig: 45 cm Durchmesser! Jetzt steht einem seiner leckeren Essen in großer Runde nichts mehr im Weg ... wir wissen sogar schon was und wann! 




Donnerstag, 10. Oktober 2019

Kalamata

Es ist schön in Kalamata! Die Stadt ist quirlig und belebt, knapp 70.000 Menschen wohnen hier, viele davon jung - Kalamata ist Studentenstadt. 

Das Stadtbild ist gediegen und doch modern, viele Gebäude stammen aus der Zeit nach 1986, als ein Erdbeben der Stärke 6,2 fast die ganze Stadt zerstörte. Vereinzelt sind noch heute einsturzgefährdete Häuser zu sehen. 



Insgesamt haben wir den Eindruck, dass sich seit unserem letzten Besuch 2011 viel getan hat in Kalamata, man hat eine recht gute Infrastruktur für Radfahrer gebaut, es liegt weniger Müll in den Straßen, und auch die Lokomotiven und Wagons des kleinen Freilichtmuseums erstrahlen heute in leuchtenden Farben - noch vor 10 Jahren waren sie über und über mit Graffitis beschmiert.










Natürlich gibt es auch in Kalamata einen Wochenmarkt, der wohl gut und gerne dreimal so groß ist wie in Navplio - Fisch, Obst und Gemüse satt. Mittwochs hält sich der Betrieb dort in Grenzen, samstags ist kaum ein Durchkommen ...







Mittwoch, 9. Oktober 2019

Zurück in die Vergangenheit

In Kalamata angekommen haben wir rasch unser Endziel erreicht: die Marina, und ... zack! ... hat uns die Vergangenheit wieder! 

Willi murmelt: „Oje, ob das wirklich eine gute Idee ist, hierher zu kommen ...?“ Unzählige Erinnerungen sind mit einem Schlag wieder da, als wäre alles erst gestern gewesen. 

Sofort erkennen wir alles wieder, 2011 waren wir mit unserer SY CAPELLA hier. Und bereits von weitem sehen wir den Segelkutter LEEV LINDA, Anne & Willi erwarten uns schon! Direkt neben ihnen liegt die SY BALU, Rieke & Elja kommen am Freitag!



Aber das ist noch nicht alles! Wir treffen hier weitere Bekannte aus unserer Segelzeit, und wenig später sitzen wir alle zusammen in der Skippers Bar zum Sundowner beisammen. 

Ach, wie schön! 
Und auch: ach, wie schade. 
Denn ja, es war wirklich eine tolle Zeit damals!







Dienstag, 8. Oktober 2019

Stellungswechsel

Wir verlassen den Argolischen Golf und orientieren Richtung Westen, unser Ziel ist Kalamata. 

Unser Weg führt uns durchs Landesinnere, hierzu müssen wir zunächst das Artemissio Gebirge erklimmen: in steilen und engen Serpentinen schrauben wir uns immer höher, der Pass liegt auf 750 Meter üNN, die Aussicht zurück nach Navplio ist beeindruckend, ebenso die immer schroffer werdende Landschaft rundum - fast erwartet man, dass Winnetou  und Old Shatterhand zu Pferd auf irgendeinem Kamm auftauchen ...



Nach 45 Kilometern und gefühlten 1.000 Kurven erreichen wir die Autobahnverbindung Korinth - Kalamata. Nun kommen wir sehr viel zügiger voran und sind aufs neue überrascht, in welch gutem Zustand und wie wenig befahren diese Strecke ist. Letzteres mag darauf zurückzuführen sein, dass die zu zahlenden Maut recht teuer ist, mit dem Wohnmobil immerhin gute 15 Euro für ca. 80 Kilometer. Von der angenehm dünnen Verkehrsdichte kann man in Deutschland jedenfalls nur träumen.



Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Ziel.


Montag, 7. Oktober 2019

Vivari

Seit einer Woche stehen wir nun am Strand von Astros und haben die Zeit sehr genossen. Jetzt brechen wir unsere Zelte ab und fahren zurück nach Vivari, dem kleinen Dorf unterhalb des „Kaiserstuhls“ - wir möchten noch einmal mit Sonja & Klaus und Daiva & Andi essen gehen, bevor wir diese Gegend verlassen. 

Gesagt, getan. Am kleinen Hafen in greifbarer Nähe zur MY Σόνια finden wir einen Platz zum parken und übernachten. 

Wenig später sind die Vier da und wir freuen uns über das Wiedersehen. Der Abend wird nett, lang und etwas feucht-fröhlich! 



Und wir verabreden uns anderntags zum Frühstück im OCEVI ... leider sind dazu nicht alle fit genug. Oje, das war nicht unsere Absicht und tut uns wirklich Leid! Aber wir lassen ein Trostpflaster da - auch wenn das für Willi argen Verzicht bedeutet    :-D








Samstag, 5. Oktober 2019

Wieder was gelernt: Conomurex persicus

... zu Deutsch: Persische Flügelschnecke

Ursprünglich nur beheimatet im Persischen Golf ist diese Schnecke ein Immigrant im europäischen Mittelmeer. Ihre Muscheln findet man überwiegend entlang der Strände der Türkei und Griechenlands. 

Im Kies des Strandes von Astros sind sie nicht leicht zu erkennen, aber wer suchet, der findet.