Mittwoch, 15. März 2017

DAS hätte nicht sein müssen

Er ist also plötzlich da, der Tag des Abschieds. Unsere kleine Reisegemeinschaft löst sich auf: nach dem Frühstück machen sich Birgit und Ralf auf den Weg nach Palermo, für abends ist ihre Fähre nach Genua gebucht. Auch Petra & Gunther verabschieden sich, sie fahren weiter auf ihrer Sizilienrundreise, also zunächst auch Richtung Palermo. Wir hingegen haben vor, noch ein/zwei Tage in Macari zu bleiben und dann in zügigen Schritten an die Südost-Ecke Siziliens zurückzukehren.

Auf einmal sind wir also allein, ein ganz neues Gefühl auf der diesjährigen Tour ...

Wir laden die Fahrräder aus und radeln in das nahe gelegene Örtchen Casteluzzo, um ein paar kleinere Einkäufe zu erledigen. 

Kaum sind wir unterwegs, da erreicht uns von Birgit folgende Nachricht:

"Hat gerade einen Schlag gegeben, etwas qualmt und wir stehen auf der Autobahn!"

Ach Du Schande! Es qualme am Hinterrad auf der Beifahrerseite, das Rad bzw. die Felge seien heiß ...

Petra & Gunther sind sehr viel näher bei Birgit & Ralf, lieberweise fahren sie sofort zu ihnen. Gunther ist technisch sehr versiert und hat nahezu alles an Werkzeug dabei. Er demontiert das fragliche Rad - Ergebnis und nächste Nachricht von Birgit:

"Bremsbeläge komplett weg, Radlager kaputt"


Oh nein ...!

Mittlerweile sind wir mit den Fahrrädern zurück am OCEVI und haben zusammengepackt. Natürlich setzen wir uns jetzt nicht gemütlich in die Sonne, sondern fahren zu den anderen. Sie stehen rund 50 Kilometer vor Palermo.

Als wir bei ihnen eintreffen, ist das Rad bereits wieder montiert und inzwischen abgekühlt. Wir beschließen, den Versuch zu wagen und vorsichtig nach Palermo weiter zu fahren, Petra & Gunther hingegen verabschieden sich erneut, sie fahren Balestrate an. "Vielen Dank für Eure Hilfe!"

Birgit & Ralf und wir also zurück auf die Autobahn und langsame Fahrt nach Palermo. Bremswirkung ist noch vorhanden, strapazieren tun wir die Bremsen natürlich so wenig wie möglich. 

Wir kommen gut an, fahren von der Autobahn ab und - so schnell haben wir nicht geguckt - da haben wir uns auch schon verfranzt und geraten so richtig  mitten hinein in das palermitanische Chaos! Enge und winklige Straßen, Verkaufsstände beidseits der Fahrbahn, kreuz und quer parkende Autos, Motorroller von rechts, von links, von überall, wegweisende Hinweisschilder Fehlanzeige, Einbahnstraßen zwingen uns immer wieder zu Richtungsänderungen ... Aber: näher dran kann man Palermo nicht erleben! Birgit hinter uns im Schlepptau findet das verständlicherweise im Augenblick gar nicht lustig ...

Es dauert etwas, aber wohlbehalten erreichen wir den Fährhafen. Telefonisch klären wir jetzt die Situation mit dem ACE, Hilfe warte bei Ankunft in Genua, heißt es.

Mehr können wir für Birgit & Ralf an dieser Stelle nicht tun und so verabschieden uns noch einmal.

Wir wollen nicht in Palermo stehen bleiben, sondern fahren wenige Kilometer zurück an den Strand von Balestrate und -tadaaa- stehen in Gesellschaft von Petra und Gunther! Dies gibt wohl ein Abschied auf Raten ...

Jedenfalls hätten wir alle unserer Birgit einen sehr viel schöneren Urlaubsabschuss gewünscht und hoffen nun, dass sie & Ralf eine gute Überfahrt haben - und dass in Genua mit der Reparatur alles reibungslos klappt! 

Toi, toi, toi !




Dienstag, 14. März 2017

Macari - Time to say goodbye

Unser Konvoi fährt weiter Richtung Palermo, natürlich dürfen wir dabei unseren persönlichen Lieblingsplatz nicht auslassen: Macari.

Zwei letzte Tage verbringt unser kleine Reisegemeinschaft hier, fünf Wochen waren wir nun zusammen, jetzt trennen sich unsere Wege. Während wir noch Zeit haben, müssen Birgit, Petra & Gunther nach Hause.

Ein letztes Kaffeetrinken ...


Ein letzter gemeinsamer Sonnenuntergang ...



Und schon ist der Abreisetag da.





Sonntag, 12. März 2017

Benvenuto a Sicilia!

Unser Ralf ist da! Wir verbringen den ersten Abend alle zusammen in Birgi Novo. Das Wetter meint es gut mit uns, es ist der erste Abend, der uns mit Temperaturen lockt, den Sundowner heute mal im Freien zu genießen.




Die Stimmung bei der im Westen im Meet versinkender Sonne könnte schöner nicht sein ... während im Osten der Vollmond aufgeht, und es leider doch wieder zu frisch wird, noch länger draußen zu sitzen.










Ralf kommt ...!


Samstag, 11. März 2017

Birgi Novo

Der Kalender ist unerbittlich: Birgits Abreise rückt unaufhaltsam näher. Und damit auch ein einzuhaltender Termin: Birgit & Willis Bruder Ralf reist an, um Birgit netterweise auf der Heimfahrt zu begleiten. 

In der Nähe des Flughafens Trapani beziehen wir zwischen Siziliens Salz-Salinen in Birgi Novo Stellung, den Flughafen haben wir hier in Sichtweite. 

Es ist immer noch - oder schon wieder
- sehr windig. Wir stehen ziemich exponiert auf einem Felsplateu direkt am Wasser, und hoffen, dass die Windprognose recht behält und dieser gegen Abend einschläft.



Kaum haben wir geparkt, besucht uns eine Hündin - sie ist rappeldürr und nimmt dankbar unser Hundefutter an. Diesmal bin ich es, die ihr Herz verlieren könnte ...




È nato una Principessa!

Herzlichen Glückwunsch in die ferne Heimat an die stolzen Eltern und natürlich auch an die ebenso stolzen Großeltern! Wir freuen uns mit sehr mit unseren Freunden!


Freitag, 10. März 2017

Tre Fontane

Nach dieser kurzen Kultur-Einlage zieht es zurück ans Wasser. Am Ende des lang gezogenen Ferienortes Tre Fontane finden wir für unsere drei Autos ein Plätzchen zum stehen. 

Die Küstenstraße ist zur Hälfte vom Sand verweht, nur dank Gunthers Adleraugen entdecken wir einen laufenden Wasserhahn, der mit dem "Kopf" gerade noch aus der Sanddüne guckt:



Ansonsten geht uns einfach nur gut, gut, gut ...!












Donnerstag, 9. März 2017

Cave di Cusa

Wir fahren weiter entlang der Küste Richtung Trapani. An der Küste windet es mal mehr, mal weniger und da wir unsere Außenküche anwerfen wollen, verziehen wir uns auf den kleinen Parkplatz der archäologischen Ausgrabungsstätte "Cave di Cusa"

Unser Abendessen für alle Mann gelingt, und anderntags kommen wir in den Genuss, durch die überaus gepflegte Anlage zu spazieren. 

Hier wurden vor mehr als 2.500 Jahren unter enormen menschlichen Anstrengungen die Teilstücke der riesigen dorischen Säulen griechischer Tempel aus dem Fels gebrochen und dann - das erstaunt nicht weniger - zu der gut 12 Kilometer entfernten Tempelanlage Selinunte transportiert. Die einzelnen Brocken wogen immerhin bis zu 100 Tonnen. Führt man sich vor Augen, welche technischen Möglichkeiten damals zur Verfügung standen, eine kaum vorstellbare Leistung.

Rund 150 Jahre später wurde die "Säulenfabrik" aufgegeben, weil die Tempelanlage Selinunte von karthager Eroberern überrannt wurde. Bis heute sieht es so aus, als habe man alles stehen und liegen gelassen ...











Mittwoch, 8. März 2017

Menfi und Umgebung

Als nächstes liegt Porto Palo Menfi auf unserem Weg. Auch hier windet es noch, so dass wir es vorziehen, in der nahegelegenen Feriensiedlung Lido Fiori Deckung zu suchen. Wir stehen diesmal also etwas abseits des Meeres auf einem Parkplatz, den sich offenbar die Natur langsam zurückholt.


Dieser Baum setzt übrigens gerade große rote Blüten, aber kein Blattwerk an - bis heute haben wir nicht heraus bekommen können, was dies für ein Baum ist. Weiß es jemand?



Dienstag, 7. März 2017

Steife Brise

Unsere kleine Karavane zieht weiter. Es ist windig geworden, zwei Tage lang soll es wehen.


Der Windrichtung nach stehen wir hinter der 4 - 5 Meter hohen Hafenmauer von Sciacca gut. 

So ist es (zunächst) auch. Nachmittags gehen die Mädels im Städtchen schön shoppen und die Nacht wird im Windschatten der Mauer angenehm. 

Außerhalb des Hafen stehen nachmittags und nachts etwa zwei Meter Welle. Je länger der Wind dauert, umso höher werden die Wellen, und kaum dass es anderntags hell wird, klatschen erste Salzwasser-Gichtfontänen gegen unsere Autos. Das ist weniger schön ... wir suchen das Weite ...!