Sonntag, 12. März 2017
Samstag, 11. März 2017
Birgi Novo
Der Kalender ist unerbittlich: Birgits Abreise rückt unaufhaltsam näher. Und damit auch ein einzuhaltender Termin: Birgit & Willis Bruder Ralf reist an, um Birgit netterweise auf der Heimfahrt zu begleiten.
In der Nähe des Flughafens Trapani beziehen wir zwischen Siziliens Salz-Salinen in Birgi Novo Stellung, den Flughafen haben wir hier in Sichtweite.
Es ist immer noch - oder schon wieder
- sehr windig. Wir stehen ziemich exponiert auf einem Felsplateu direkt am Wasser, und hoffen, dass die Windprognose recht behält und dieser gegen Abend einschläft.
Kaum haben wir geparkt, besucht uns eine Hündin - sie ist rappeldürr und nimmt dankbar unser Hundefutter an. Diesmal bin ich es, die ihr Herz verlieren könnte ...
È nato una Principessa!
Herzlichen Glückwunsch in die ferne Heimat an die stolzen Eltern und natürlich auch an die ebenso stolzen Großeltern! Wir freuen uns mit sehr mit unseren Freunden!
Freitag, 10. März 2017
Tre Fontane
Nach dieser kurzen Kultur-Einlage zieht es zurück ans Wasser. Am Ende des lang gezogenen Ferienortes Tre Fontane finden wir für unsere drei Autos ein Plätzchen zum stehen.
Die Küstenstraße ist zur Hälfte vom Sand verweht, nur dank Gunthers Adleraugen entdecken wir einen laufenden Wasserhahn, der mit dem "Kopf" gerade noch aus der Sanddüne guckt:
Donnerstag, 9. März 2017
Cave di Cusa
Wir fahren weiter entlang der Küste Richtung Trapani. An der Küste windet es mal mehr, mal weniger und da wir unsere Außenküche anwerfen wollen, verziehen wir uns auf den kleinen Parkplatz der archäologischen Ausgrabungsstätte "Cave di Cusa"
Unser Abendessen für alle Mann gelingt, und anderntags kommen wir in den Genuss, durch die überaus gepflegte Anlage zu spazieren.
Hier wurden vor mehr als 2.500 Jahren unter enormen menschlichen Anstrengungen die Teilstücke der riesigen dorischen Säulen griechischer Tempel aus dem Fels gebrochen und dann - das erstaunt nicht weniger - zu der gut 12 Kilometer entfernten Tempelanlage Selinunte transportiert. Die einzelnen Brocken wogen immerhin bis zu 100 Tonnen. Führt man sich vor Augen, welche technischen Möglichkeiten damals zur Verfügung standen, eine kaum vorstellbare Leistung.
Rund 150 Jahre später wurde die "Säulenfabrik" aufgegeben, weil die Tempelanlage Selinunte von karthager Eroberern überrannt wurde. Bis heute sieht es so aus, als habe man alles stehen und liegen gelassen ...
Mittwoch, 8. März 2017
Menfi und Umgebung
Als nächstes liegt Porto Palo Menfi auf unserem Weg. Auch hier windet es noch, so dass wir es vorziehen, in der nahegelegenen Feriensiedlung Lido Fiori Deckung zu suchen. Wir stehen diesmal also etwas abseits des Meeres auf einem Parkplatz, den sich offenbar die Natur langsam zurückholt.
Dienstag, 7. März 2017
Steife Brise
Unsere kleine Karavane zieht weiter. Es ist windig geworden, zwei Tage lang soll es wehen.
Der Windrichtung nach stehen wir hinter der 4 - 5 Meter hohen Hafenmauer von Sciacca gut.
So ist es (zunächst) auch. Nachmittags gehen die Mädels im Städtchen schön shoppen und die Nacht wird im Windschatten der Mauer angenehm.
Außerhalb des Hafen stehen nachmittags und nachts etwa zwei Meter Welle. Je länger der Wind dauert, umso höher werden die Wellen, und kaum dass es anderntags hell wird, klatschen erste Salzwasser-Gichtfontänen gegen unsere Autos. Das ist weniger schön ... wir suchen das Weite ...!
Sonntag, 5. März 2017
Siculiana Marina
Unser nächster Halt ist Siculiana Marina. Hier bastelt Willi mit Gunthers Hilfe erst einmal unsere Trittstufe zusammen. Die Vorderkante hat nun ein paar (un)hübsche Schrammen, aber ansonsten funktioniert sie jetzt besser als vorher. Prima.
Es ist schön hier wie immer. Wenig hat sich verändert, einzig ein Schild weist darauf hin, dass die Parallelstraße zur SS115 gesperrt ist. Folglich vermuten wir dort wenig Verkehr und packen die Räder aus.
Weit kommen wir zumächst nicht. Bereits nach wenigen Metern scheint eine Brücke von aus den Bergen abfließendem Hochwasser so stark beschädigt, dass sie nicht mehr befahrbar ist. Man hat vor und hinter der Brücke quer über die Straße eine Leitplanke in den Asphalt gerammt, selbst für Fußgänger ist keine Lücke. So konsequent wie diese Absperrung ist, halten wir uns mal besser daran.
Es gibt eine Umfahrung, diese hat es aber in sich - steil geht es hoch und ebenso steil wieder bergab ... e-Bike sei dank! Belohnt werden wir mit tollen Ausblicken und mit der Genugtuung, mal wieder was für uns getan zu haben.
Auch die Madonna hat ein Auge auf uns:
Freitag, 3. März 2017
Ein häßliches Geräusch
Langsam müssen wir den Kalender im Auge behalten, da leider Birgits Heimreise- und Fährtermin ab Palermo unaufhörlich näher rückt, auch Petra & Gunther wollen Mitte des Monats Richtung Norddeutschland aufbrechen.
Also schlagen wir unsere Zelte in Licata ab - Willi und ich verabschieden uns aber nur vorerst, denn wir haben noch etwas länger Zeit und kommen noch einmal wieder.
Alle sind startklar, los geht es. Die anderen beiden Fahrzeuge sind uns voraus. Doch dann plötzlich:
"Krrrrrrrccccckkkkkkk" ! ... Da stimmt was nicht!
OCEVIs Trittstufe ist nicht eingefahren, hat sich mit der Bordsteinkante verklemmt und ist nun ordentlich verbogen!
Ach Du Schreck!
Einfahren ist in diesem Zustand natürlich nicht mehr drin, also muss Willi sie an Ort und Stelle demontieren. Die arg verbogenen Einzelteile verschwinden erst einmal in der Heckgarage. Dumm gelaufen.
Aber wir wären nicht auf Sizilien, gäbe es nicht um die nächste Ecke eine Lösung! Wir sehen im Vorbeifahren eine Schlosserei. Keine 10 Minuten später sind die krummen Teile grade gekloppt, kosten soll es nix, und zu den € 5,00 für die Kaffeekasse müssen wir schon wieder einmal all unsere Überredungskünste einsetzen.
So kennen wir es, "unser" Sizilien!
Grazie molto!
Donnerstag, 2. März 2017
Licata
"Hallo Licata ... wir sind wieder daaa!"
Und es fühlt sich an, als wären wir nie weg gewesen. Unser Schiff liegt freilich nicht mehr im Hafen, und auch die nette Community von damals hat sich inzwischen aufgelöst und die Segler sind im wahrsten Sinne des Wortes in alle Himmelrichtungen zerstreut. Aber die Leute der Marina - allen voran natürlich Maria - begrüßen uns freudig. Ganz besonders gerührt sind wir davon, dass Maria aus dem Stehgreiff ein Foto auf ihrem Handy zückt, welches uns alle von damals zeigt, sie sagt, eine so tolle Gemeinschaft habe es seither nicht wieder gegeben ...
Vieles andere ist in Licata geblieben wie es war: "unsere" Läden und Geschäftchen, die Pizza im Molino so gut wie eh und je, die Drinks und die Musik im Café Saint'Angelo, die Olivenöl-Genossenschaft, bei der wir immer Großeinkauf machen, der große bunte Wochenmarkt, die Fischer, die sich immer noch am Wochende zum Singen und Musizieren treffen, das "Fai-Da-Te" ... einzig die Bar "Tiffany" hat ihren Namen und den Besitzer gewechselt, der neue Betreiber ist nicht minder nett, gibt uns Fünf erst einmal einen aus und lädt uns zu seinem Geburtstag am kommenden Wochenende ein. So kennen wir es, "unser" Sizilien!
"Ach, hier ist es schön, hier bleiben wir!"
Die meisten Fotos in diesem Kapitel sind übrigens lieberweise von Birgit, Petra & Gunther. Ich war so beschäftigt mit "erleben", dass ich ganz vergessen habe, welche zu machen ...
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