Mittwoch, 15. Februar 2017

Am Lieblingsstrand

Unsere nächste Station ist eine unserer Lieblingsorte: Maganuco.

An dem kleinen Strandparkplatz hängt zwar seit ein paar Jahren ein "Camper verboten" Schild, weil sich hier eine kleine Pizzeria niedergelassen hat und es nachvollziehbar ist, dass der Betreiber natürlich eine Wagenburg vor seiner Tür nicht so klasse findet. 

Jetzt um diese Jahreszeit hat das Lokal jedoch noch geschlossen und wir können bleiben, wie schön.

Der feine Sandstrand ist auch noch nicht aufgeräumt und bedeckt vom im Winter angespülten Treibgut und Unrat. Das sieht nicht schön aus, stört uns aber nicht weiter - Hauptsache die Sonne lacht, auch wenn der Wind noch durchaus frisch ist.







Montag, 13. Februar 2017

Ausflug nach Siracusa

Natürlich kann es nicht sein, dass wir Siracusa links liegen lassen und ohne auf dem Fischmarkt gewesen zu sein, weiterziehen. Mit Birgits WoMo machen sich die drei Mädels mit Willi auf den Weg, während Gunther mit den Fellnasen  auf den Rest unseres Fuhrparks aufpasst.

Siracusa im Februar ist ... irgendwie anders. Es brodelt längst nicht so wie in den Sommermonaten, keine Segler liegen in der Bucht vor Anker, keine Kreuzfahrtschiffe auf Reede. Dem entsprechend wenig Menschen sind unterwegs, und dem entsprechenden wenig Geschäfte haben in Ortigia geöffnet - okay, das kann auch an der mittäglichen Uhrzeit liegen. 

Dem Betrachter fehlt heute aber irgendwie "die Farbe im Bild" ... Der Domplatz ist nahezu verwaist, niemand bevölkert die zahlreichen Cafés, kein Musiker spielt sizilianische Folklore, es ist ungewöhnlich leise in Ortigia. Ein bißchen erschrocken sind wir über die Tatsache, dass der Dom nur noch gegen Eintrittsgeld zu besichtigen ist. 



Wir begügen uns mit einem Rundgang durch die Altstadt unter wenigstens lachender Sonne und freuen uns über unsere Ausbeute vom Markt: Garnelen als Vorspeise und ein Gelbflossenthun als Hauptgericht sowie jede Menge Obst und Gemüse! Das wird lecker!

Zurück am WoMo machen wir allerdings erst einmal große Augen! Da klemmt ein unschöner Zettel unter dem Scheibenwischer - Format A4 und ganz viel Text drauf. Wir können verstehen, dass wir unauthorisiert geparkt haben (obwohl Willi und ich seit mindestens 10 Jahren immer (!) hier parkten), wie viel wir wohin und an wen bezahlen sollen, geht aus der langen Litanei nicht hervor. Das austellende Amt hat für heute natürlich bereits geschlossen ... 

Also kehren wir mit diesem ungewollten Souvenir erst einmal nach Lido di Noto zurück.


Während uns Einheimische und Sizilienkenner im Netz überwiegend den Tipp geben, die Angelegenheit zu ignorieren, fahren Birgit und Willi getreu der deutschen Ordentlichkeit anderntags doch noch einmal nach Siracusa. Heute können sie in der Capitaneria vorstellig werden. 

€ 102,00 soll der Spaß kosten! 

Aubacke ...!

Doch diese Rechnung ist ohne Willi gemacht. Er hat genug italienisches Blut in den deutschen Adern, dass er die freundliche Signora so weit bringt, dass diese ihm am Ende mehrfach Hand gibt und ihm beipflichtet, nicht zu bezahlen. 

Geht doch ...!


Samstag, 11. Februar 2017

Lido di Noto

Nur wenige Kilometer weiter stehen wir  später alle am Strand ... Nachmittags ist der Himmel bedeckt, abends blitzt und donnert es - andertags ist das alles vergessen, und es stehen gefühlte 1000 Sonnen am Himmel ... während es in der fernen Heimat schneit!

"Hier ist es schön, hier bleiben wir!"


Freitag, 10. Februar 2017

Oasi Park Falconara

Petra & Gunther stehen nun fast eine Woche in Brucoli. Und da auch unser Wasser zur Neige geht, und da wir zu faul sind, Gießkannen vom örtlichen Brunnen zu schleppen, brechen wir alle gemeinsam auf. Ziel: der Stellplatz "Oasi Park Falconara" bei Avola.

Wir werden freundlichst empfangen, der Platzbetreiber kann sich noch an Willi und mich erinnern. Gegen einen kleinen Obolus pro Fahrzeug dürfen wir alle Drei ver- und entsorgen, selbst gepflückte Zitronen von seinen zahlreichen Bäumen inklusive.

Das ist Sizilien!



Donnerstag, 9. Februar 2017

In Sichtweite zum Ätna

Nach zwei Tagen brechen wir in Balestrate auf und fahren einmal quer über die Insel an die Ostküste.

In dem kleinen Fischerdorf Brucoli warten unsere Freunde Petra & Gunther - sie sind uns drei Wochen voraus und bereits seit ein paar Tage auf Sizilien. Nun endlich holen wir sie ein und freuen uns riesig über das Wiedersehen.

In Brucoli haben wir vor vielen Jahren einmal Station gemacht. Der inoffizielle Stellplatz liegt immer noch auf einem huckeligen Felsplateu am Rande des Ortes. Mit gutem Aufenmaß und etwas fahrerischem Geschick steht man einigermaßen gerade - den Ätna (sofern er sich nicht in Wolken hüllt) auf der anderen Seite einer lang gezogenen Bucht im Blick, ihm zu Füßen glitzern allabendlich die Lichter von Catania.




Brucoli hat sich in den letzten Jahren verändert: damals unbelebt und verschlafen, findet man heute alles, was man braucht: Cafés, kleine Restaurants, Bäcker, Metzger, Supermarkt und ... eine Pescheria!

Also - was gibt's zu Essen? 

Ganz klar:




Montag, 6. Februar 2017

Balestrate

Doch bei aller Euphorie: es ist auch auf Sizilien erst Anfang Februar und somit noch kein Sommer. Nachts fängt es heftig an zu winden und ebenso heftig an zu regnen. Anderntags ist das Meer noch aufgewühlter, die Temperatur nicht mehr ganz so wohlig und der Himmel mit Regenwolken verhangen.

Wir machen das beste draus, richten unser italienisches Internet ein und lassen unsere Seelen baumeln ...



Holprige Überfahrt

Ursprünglich wollten wir ja erst zwei Tage später die Fähre nach Palermo nehmen, doch auch hier war die Wetterprognose trüb: viel Wind und damit einhergehend zunehmend viel Seegang. 

Doch bereits heute fällt unser Schiff in rhythmische Schaukelbewegungen, kaum dass wir die Hafenmauern von Genua verlassen haben. Laufen geht nur noch breitbeinig und selbst das ist nicht einfach (selbst ohne Alkohol :-D). Damit hatten wir heute nicht gerechnet.

Beizeiten gehen wir zwar in die Kojen, an schlafen ist jedoch zunächst nicht zu denken. Bisweilen gehen Schläge durch den Rumpf des Schiffs, die uns auch in unseren lukenlosen Kabinen erahnen lassen, was da draußen los ist.

Erst als wir nach etwa vier Stunden den Wind- und Wellenschatten von Korsika und Sardinien erreichen, wird unsere Fahrt ruhiger.

Allerdings müssen wir ordentlich Rückenwind und/oder günstige Strömungen gehabt haben: bereits drei Stunden vor Plan kommen wir in Palermo an! Das ist toll!

Und Sizilien begrüßt uns leicht bewölkt und mit 21 Grad! Juchuuuuh!

Wir sind daaaa! Wir sind Zuhause !!!

Weit fahren wir heute nicht mehr. Wir wollen an einen Strand und landen in Balestrate. Ach, wie toll ...!

"Hier ist es schön, hier bleiben wir!"







Jetzt aber schnell ...!

Wir reisen diesmal im Konvoi mit Willi's Schwester Birgit - ganze sechs Wochen Urlaub liegen vor ihr.

Als ersten Übernachtungsplatz haben wir kurz vor der Schweizer Grenze Bad Bellingen anvisiert. Hier lassen wir uns in den "Balina Thermen" ins lauwarme Wasser gleiten - als entspannten Start in die Ferien sozusagen. Ansonsten sind diese Thermen keine wirkliche Empfehlung, die Anlagen sind alt und bisweilen gammelig, der angeschossene Stellplatz zwar okay, aber insgesamt im Preis-Leistungsverhältnis zu teuer. Naja, egal, wir sind im Urlaub!

Abends studieren wir die Wetterprognose für die Schweiz - Schneefallwahrscheinlichkeit für den kommenden Tag: 100 % ! Und auch die Tage darauf: Schnee, Schnee und nochmal Schnee ...

Diese Aussicht läßt meinen Mann schlecht schlafen. Bereits um 6:15
h weckt er mich und wirft auch Birgit recht abrupt aus den Federn ... wir Mädels wissen gar nicht so recht, wie uns geschieht.

Aber Willi sollte Recht behalten! Südlich des St. Gotthard Tunnels windet es stark bei lauen 11 Grad plus, doch jenseits davon schneit es, dank fahrender Streufahrzeuge ist die Fahrbahn (noch!) frei!

Doch ab jetzt geht es ja wieder bergab, der Schnee wechselt in Regen, die ganze Weiterfahrt vorbei an Mailand bleibt der Tag trüb, grau und gar nicht richtig hell.

Erst auf den letzten Kilometern vor Genua reißt sie Wolkendecke auf ... Sonne und das Mittelmeer in Sicht! Toll! Geht doch!

Nur wenige Minuten später sind wir am Fährterminal, es ist kurz nach fünf. Rasch bringen wir in Erfahrung, dass wir bereits heute zwei Plätze bekommen können. Da das Schiff aber nicht wie sonst um 23:00 h, sondern weil Samstag, heute bereits um 20:00 h ausläuft, bricht bei uns etwas Hektik aus, bis wir alle vorbereitet sind, und schon geht es los ...!

"Sizilien, wir kommen!"




  

Freitag, 3. Februar 2017

Start mit Fehlzündungen ...!

Bereits im September 2016 wollten wir nach Sizilien aufbrechen - aber: es kam was dazwischen ...

"Nicht schlimm, dann fahren wir eben im Oktober", beschlossen wir - aber: es kam uns was dazwischen ...

"Na gut, dann fahren wir Ende Dezember", so unser neuer Plan - aber: es kam uns schon wieder was dazwischen ...

Und jetzt? 

Jetzt sind wir seit einer halben Stunde unterwegs! 

SIZILIEN, WIR KOMMEN !


Dienstag, 1. März 2016

Ein Dankeschön!

Die OCEVIs sind also wieder zuhause - gerne hätten wir geschrieben: "gesund und munter", aber leider hatte uns diese dumme Grippe noch lange fest im Griff. Sehr hartnäckig dieses Jahr, doch nun scheinen wir endlich auf dem Wege der Besserung.

Tja, und somit sind wir für dieses Mal am Ende unseres Reiseberichtes angelangt. Wir blicken zurück auf schöne Monate, tolle Erlebnisse und nette Begegnungen, an denen Ihr hoffentlich ebenso viel Spaß hattet wie wir.

Jedenfalls danken wir all unseren geneigten Leserinnen und Lesern für Euer stetes Interesse an unseren Blogs und unserem Tun.

Und nun gönne ich mir vorübergehend eine schöpferische Schreibpause und verbleibe bis zum nächsten Mal mit lieben Grüssen


Eure OCEVIs
Gaby, Willi und Max





Noch ist es kalt in Deutschland, aber die Frühlingsvorboten sind schon da!