Sonntag, 31. Januar 2016

Tarifa

Es gefällt uns ausgesprochen gut in TARIFA, von diesem markanten Punkt auf der Landkarte geht irgendwie eine ganz bestimmte Faszination aus, die Nähe zu Afrika spielt dabei ganz sicher eine Rolle. Und unsere nette Gesellschaft Petra & Gunther natürlich auch!

Unser Stellplatz am Strand der "Landebahn" ist ein Traum und zählt für uns zu einem der Schönsten auf dieser Wintertour.





Der Strand einfach fantastisch und Eldorado für Kiter und Surfer ...





und die Landschaft rund um ist toll.







Kurzum: wir fühlen uns wie im Urlaub!

Aber auch das Städtchen TARIFA hat seinen Charme, mehrmals radeln wir hin, sei es zum einkaufen oder nur zum Bummeln.

Alles in allem verdient TARIFA unser:

"Hier ist es schön, hier bleiben wir!"
















Freitag, 29. Januar 2016

Wir sehen Afrika!

Etwas außerhalb von TARIFA stellen wir uns auf die "Landebahn" - so nennen Insider den langen Parkplatz am Strand, der stark von Surfern und Kitern frequentiert wird, weil diese Gegend sehr windreich ist. 

Die Camper stehen wir Perlen auf der Schnur aufgereiht längs zur Küstenlinie, die Ausgänge alle Richtung Wasser und vor der Tür ... 

A F R I K A !!!


Die Straße von Gibraltar ist hier in TARIFA am schmalsten, d.h. bis nach Tanger sind es nur etwa 14 Kilometer. Ihre breiteste Stelle mißt 44, ihre Länge 60 Kilometer bei einer Tiefe von 300 - 900 Metern. Da das Mittelmeer ca. 1,5 Meter niedriger liegt als der Atlantik, herrschen starke Strömungen in dieser Meerenge in Richtung Mittelmeer, in tieferen Schichten wiederum fließt das salzhaltigere Mittelmeerwasser zurück in den Atlantik.

Er herrscht reger Verkehr in der Straße von Gibraltar: bis zu 300 Handelsschiffe durchqueren die Meerenge täglich, ihre Geschwindigkeit ist zum Schutz von Walen und Delfinen auf 14 Knoten (etwa 24 km/h) beschränkt.

Als das Tageslicht schwindet, lassen wir die Beleuchtung im OCEVI aus und beobachten wie in scheinbar greifbarer Nähe die Lichter der afrikanischen Küste anfangen zu glitzern ...

Und ganz plötzlich überrascht uns die Erkenntnis, dass unsere gute alte SY CAPELLA ja vor nicht einmal vor einem Dreiviertel Jahr hier mit neuen Eigner vorbei gekommen ist auf ihrem Weg in die neue Heimat Gran Canaria ... 

Und dann ist sie für einen kurzen Moment da: die Sehnsucht nach dem Leben auf dem Wasser und unserem Schiffchen ...

Doch wie heißt es immer so schön?

"Die Erinnerung ist das Paradies, aus dem uns niemand vertreiben kann."







Donnerstag, 28. Januar 2016

Die südlichste Waschmaschine Spaniens

Am kommenden Tag fahren wir weiter. Ziel: TARIFA - unsere letzte Station an der Atlantikküste.

Wie wir bereits vom Hörensagen wissen, bietet TARIFA eine sehr gute Infrastruktur für Camper - allem voran: Waschmaschinen! Hurra, die brauchen wir nämlich mal wieder dringend!

Tollerweise gibt es gleich eine ganze Reihe von Maschinen, so dass wir nicht warten müssen und gleich drei Stück zur selben Zeit brummen lassen können. Bequemer geht es nicht.





Mittwoch, 27. Januar 2016

Zahara de los Atunes

Als ich mit Petra zurück an die WoMo's komme, sind unsere Männer fertig mit der Reparatur. Bravo!

Gemeinsam fahren wir weiter und suchen einen Übernachtungsplatz.

Im Örtchen ZAHARA DE LOS ATUNES sieht es zunächst gar nicht danach aus, aber wir finden einen netten Strandparkplatz mit den hier üblichen Holzstegen, die ans Wasser führen.

Der Ort selbst ist verwaist und wartet auf sommerliche Feriengäste - entsprechend ungestört wird unsere Nachtruhe.














Vejer de La Frontera

Petra & ich gucken uns also VEJER an, während es in OCEVI zur Sache geht bzw. alles Kopf steht ...

Laut Reiseführer ist VEJER DE LA FRONTERA einer der schönsten weißen Orte Andalusiens, das Stadtbild geprägt von seiner maurischen Vergangenheit.

Und es stimmt: es ist wirklich malerisch schön hier.
















Wasser marsch ...

Es ist wieder daaaa! 

Unsere Wasserpumpe springt immer öfter an, um Druck aufzubauen, ohne dass Wasser entnommen wird ... 

Das hatten wir schon einmal, seinerzeit waren die Plastik-T-Stücke in der Wasserverteilung porös und folglich undicht. Wir glaubten, sie alle ausgetauscht zu haben.  Und an denen ist auch alles trocken. 

Es dauert ein paar Tage, bis wir im allerhintersten Eck, gut versteckt hinter dem Warmwasserboiler noch so ein Teil finden, welches sich diesmal als Übeltäter entpuppt. 

Na super, wie soll man denn da bitte dran kommen? Überall hat der Phoenix Türen und Klappen, dass man von außen bequem die Fahrzeugtechnik erreichen kann, ausgerechnet hier aber nicht ...

Es hilft alles nichts: Möbel auseinander, auf die Knie und in formschöner Verrenkung ran an den Feind ...!

Gunther ist so lieb und geht Willi zur Hand - wir Mädels gehen derweil "aus den Füss'!" und machen Sightseeingtour, wir stehen nämlich mittlerweile vor den Stadttoren von VEJER DE LA FRONTERA.




Dienstag, 26. Januar 2016

Time to say good buy

Es kommt der Tag zum Abschied nehmen. Noch einmal fahren wir zu Antje & Tiziano und sagen "Lebwohl und Dankeschön für alles!" - aber wir geben uns das gegenseitige Versprechen, dass bis zum nächsten Wiedersehen nicht erneut Jahre vergehen!  




Zurück am Strand trennen sich auch unsere Wege von Sarah, sie fährt wieder nach Westen, wir weiter nach Osten. Auch das ist schade, denn es war immer nett mir ihr! "Weiterhin gute Fahrt und bis dann einmal im Hohen Norden!"



Petra & Gunther bleiben noch ein bißchen bei uns - oder wir bei ihnen, je nachdem wie man es nimmt.



Montag, 25. Januar 2016

Fast eine "Wagenburg"

Wir stehen immer noch am Strand von CONIL DE LA FRONTERA und sind nun mit Sarah zu dritt - fast genug für eine Wagenburg. Ganz so breit machen wir uns dann doch nicht, aber wir verbringen nette Stunden miteinander und stellen ein Vier-Gänge-Menue zusammen:

Petra & Gunther: Salat und (flüssiger) Nachtisch
Sarah: vegane Linsensuppe und vegane Nudelsauce
Wir: Caprese (normal und vegan) und Pasta

SUPER !!! Ach, was geht es uns gut!

Wie lautet eine türkische Weisheit? 

"Möge dies der schlechteste Tag in unserem Leben sein."

Richtig.


Sonntag, 24. Januar 2016

Der Pizzaberg

Antjes Lebensgefährte Tiziano ist Italiener ... und wie wir rasch feststellen: ein begnadeter Koch!

Auf dem Gelände hat er einen traditionellen Pizzaofen gebaut, und jeden Sonntag gibt es Pizza auf dem "Pizzaberg" - so nennen die Zwei ihre kleine Finca. Das ganze findet nur bei gutem Wetter statt, denn gekocht und gegessen wird im Freien.

Mit Petra & Gunther im Schlepp ...

- nein, eigentlich ist das falsch, denn wir fahren mit ihrem WoMo, weil ich mit unserem "Bus" Schiss habe, dass wir nicht um die Ecken kommen -

... fahren wir also auf den "Pizzaberg". Während der letzten Tage ist uns in CONIL bereits von wildfremden Menschen mehrfach bestätigt worden, die Pizza sei gut dort.

Wir sind gespannt ... und sehr überrascht, welchen Zuspruch der "Pizzaberg" findet - für Antje & Tiziano ihre Haupteinnahmequelle. Das freut uns für die beiden. Und ja, die Pizza ist wirklich klasse und das Ambiente im Öko-Hippie-Stil auch.

Wir verbringen einen netten Nachmittag, zu dem sich ganz spontan "unsere" Sarah anschließt, da sie in unserer Nähe unterwegs ist - mittlerweile sind auch schon wieder einige Wochen vergangen, seit wir Sarah das letzte Mal gesehen haben - schön!













Samstag, 23. Januar 2016

Zu Besuch bei Antje

Ganz klar, deswegen sind wir hier: wir besuchen Antje! Sie lebt außerhalb von CORNIL DE LA FRONTERA auf dem Land, und wie wir finden in einem kleinen Paradies. Auf dem weitläufigen Grundstück begegnen uns viele ihrer freilaufenden Mitbewohner:

die Wachhunde ...


ach nee, das hier ist der Hund ...


Iberico Schweinchen (mein Willi denkt sofort an's Essen!) ...


und neben unzähligen Hühnern und Hähnen brummt auch dieser Karwenzmann hier rum ...



Mit Antje hocken wir zusammen und erzählen viel von früher und was in den letzten Jahren alles so passiert ist. Sie nimmt uns auf, als hätten wir uns gerade erst gestern das letzte Mal gesehen. Und im Umkehrschluss fühlen auch wir uns sofort bei ihr wohl.