Dienstag, 22. September 2020

Voll, voll, voll ...

Uns ist nach einem Stellungswechsel. Im Nachhinein eine dumme Idee.

Weener an der Ems: bis auf den letzten Platz belegt ...

Der Stellplatz Emden am Sportboothafen platzt aus allen Nähten ...

Emden Außenmole völlig zugeparkt ...

In Emden stehen 50 Leute Schlange vor dem berühmten „Otto Hus“ und vor „unserer“ Fischbude mindestens 20, von einem geeigneten Parkplatz in der Nähe ganz zu schweigen. 

Mist.

Wir versuchen unser Glück am Siel- und Schöpfwerk Knock in der Nähe von Emden. Obwohl weit außerhalb von allem - auch hier: überall Wohnmobile. 

Auf dem Besucherparkplatz vom Leuchtturm der Knock lassen wir uns etwas ratlos nieder. Nicht unbedingt schön, aber zweckmäßig für eine Nacht. 

Wenigstens der Blick auf die Ems und den Sonnenuntergang über Holland sind eine kleine Entschädigung.







Montag, 21. September 2020

Mit dem Rad nach Haren

Das wunderschöne Wetter verleitet uns, in Lathen zu bleiben und noch einmal die Räder zu satteln. Heute wird die Tour ausgedehnter: wir radeln nach Haren, einfach so. 

Es ist Montag, und zumindest vormittags auf dem Hinweg haben wir den Radweg für uns ganz alleine, das heißt: Benny kann flitzen, das freut ihn natürlich. Unterwegs gibt es herrliche Plätze zum rasten, und überhaupt sind wir ganz verliebt in diese Gegend. 















In Haren angekommen freuen wir uns beim Anblick des rappelvollen Stellplatzes noch einmal genüsslich über unsere grüne Wiese am See ...!



Wir trinken einen leckeren Eiskaffee und treten alsbald den Rückweg an. Allerdings läuft Willi vorher noch ungeplant in eine Schere ... Zack, ab die Locken - und huch: sehr kurz!



Brad Pitt ist nicht draus geworden.
Aber man kann ja schließlich nicht nur gewinnen.
:-D

Sonntag, 20. September 2020

Fahrrad Töurchen

Wir stehen immer noch in Lathen, es ist unverändert schön, das spätsommerliche Wetter ein Traum. 

Wir nutzen die Gelegenheit und gewöhnen Benny wieder an seinen Fahrradanhänger, lange haben wir das nicht gemacht, also sind wir sehr behutsam: erst ohne Räder, dann mit, erst schieben, dann Ministrecken radeln - und natürlich gaaaanz viele Leckerlies! Nach drei Tagen wagen wir eine längere Strecke.

Die Ems fließt in unmittelbarer Nähe von unserem Stellplatz, an ihr entlang in beide Richtungen ein super ausgebauter Radweg. 

Da Sonntag ist, ist leider viel Verkehr, so dass wir Benny immer nur mal kurz laufen lassen können. Aber er meistert die Sache mit Bravour, läßt sich gut abrufen und liegt ansonsten völlig entspannt in seinem Gefährt! Gut gemacht, mein Bub!















Freitag, 18. September 2020

Lathener Marsch

Wir fahren weiter. In Haren an der Ems lachen wir uns kurz kaputt über das Gedränge auf dem uns bekannten Stellplatz, vor allem über den Kollegen, der uns sehend rasch seine Fahrzeugklappen Richtung letzter freier Lücke aufreißt! Aber keine Sorge, so schön, dass wir bleiben wollen ist es heute hier nicht. 

Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir die kleine Ortschaft Lathen. Hier finden wir entlang des Freizeitsees herrliche Ruhe und Beschaulichkeit. 

Das nahe Städtchen lädt zum Spaziergang ein, und jedem, der sich hierher verirrt, sei der Eissalon Venezia  wärmsten empfohlen: the best ever, ever, ever und eine Sünde wert!

„Hier ist es schön, hier bleiben wir!“ 















Nix darf ich ...!





Und überall ...!






Mittwoch, 16. September 2020

Unverbesserliche Wasserratten

Die Anfahrt zu unserem Stellplatz verlief entlang und über viele Kanäle und Seitenarme der Ems. Sie alle warten darauf, von uns erkundet zu werden. Wir haben nämlich bereits im Vorbeifahren viele schöne Schiffchen gesehen ... und ja: oje, uns schwant, dies hier könnte für uns ehemalige Wasserratten ein gefährliches Pflaster sein ... :-D


Anderntags stiefeln wir los, immer entlang der verschiedenen Wasserwege: hier fließen die schmale, nicht schiffbare Ems, der Dortmund-Ems-Kanal, der Ems-Vechte-Kanal und der Ems-Hase-Kanal zusammen.


Und überall liegen Schönheiten, die unsere Herzen höher schlagen und uns beinahe weich werden lassen. Wasser übt unverändert eine tiefverwurzelte Faszination auf uns aus, das wird sich wohl in diesem Leben auch nicht mehr ändern. Einmal Captain, immer Captain. 


Es ist also sozusagen unser großes Glück, dass heute nirgendwo ein „zu verkaufen“ Schild dran hängt, erst Recht nachdem einer der Bootseigner im Gespräch wieder einmal bestätigt, was für „Spottpreise“ bei der Binnenschifffahrt im Vergleich zum Mittelmeer ausgerufen werden ... 


Aber „nur gucken“ kostet nichts und der schöne Spaziergang hat Spaß gemacht!



































Geht doch ...!

Am folgenden Tag machen wir uns auf den Weg quer durch den Ruhrpott ... begleitet werden wir von viel Verkehr bei kuscheligen 34 Grad im Schatten. Puh ... hatte irgendwer gesagt, der Sommer sei rum?

Am späten Nachmittag erreichen wir nach einigen Umwegen wegen einer nicht passierbaren Höhenbeschränkung unser heutiges Ziel: einen Stellplatz in der Nähe von Lingen an der Ems.

Hurra! Der Weg hat sich gelohnt: auf einer großen Wiese steht nur ein einziges anderes Wohnmobil, große Bäume spenden wohltuenden Schatten, der Platzbetreiber begrüßt uns freundlich, in unmittelbarer Nähe rauscht ein Wasserfall, Straßenlärm hören wir gar keinen. Das in Sichtweite liegende Kraftwerk ist zwar nicht ganz so hübsch, aber stört uns nicht weiter. 

„Hier ist es schön, hier bleiben wir!“ 









Dienstag, 15. September 2020

Was ist denn hier los ...?

Da wir am Tag der Abreise spät zuhause wegkommen, haben wir die glorreiche Idee: erster Stopp an der Mosel, das ist nicht weit und wäre doch nett. Aber es kommt anders.

Wir sind mittelprächtig entsetzt, wie voll es überall ist! Und das, obwohl die Schulferien in allen deutschen Bundesländern rum sind. Auf den Wohnmobil Stellplätzen stehen die Kollegen wie die Sardinen in der Dose! Es sieht so aus wie „Weihnachten in Portugal“: Wohnmobile soweit das Auge reicht! Keine Chance! Die Überlegung, Urlaub im eigenen Land zu machen, hatten offenbar nicht nur wir.

Wir haben keine andere Wahl als weiterzufahren. Schließlich landen wir irgendwo im Nirgendwo mitten in der Eifel. Für die Nacht war es gut. Aber auch hier hatten wir gerade noch so die letzte freie Lücke ergattert. 



Ich hoffe, das bleibt nicht so, denn so macht’s keinen richtigen Spaß. Denn wenn es so weitergeht, sind wir schnell wieder zuhause. 

Oder doch in Italien ...



Montag, 14. September 2020

Veränderte Welt

Wer hätte bei unserer Heimkehr Ende Februar 2020 gedacht, dass ein winzig kleines Virus der Welt derart heftig seinen Stempel aufdrückt? Ursprünglich in China war es „weit weg“ und selbst „in Italien angekommen“ war es gefühlt noch nicht bei uns. Wie sehr haben wir uns da aber alle geirrt. 

Als Konsequenz taten wir es allen anderen Menschen gleich: zuhause bleiben und Kopf einziehen. Wenigstens waren wir in der glücklichen Lage, den Luxus des eigenen Gartens mit Pool genießen zu können.

So haben wir den Sommer also daheim verbracht. Diesjährige große Reisen ins Ausland stehen für uns nicht zur Debatte, erst Recht nicht da es kommt wie es kommen musste und die Infektionszahlen europaweit nach den Ferien und zum Herbst hin überall wieder stark ansteigen.

Dennoch möchten wir mal was anderes sehen und erleben. Die Spuren des Geburtstags sind verräumt, der OCEVI gepackt, die Blumen und der restliche Kuchen an Bord. 

Wir starten - grobe Richtung: Norddeutschland.