Allerdings werden plötzlich die Tage merklich kürzer und die Abende frischer, wir Mädels greifen da schon mal ganz gerne zur Kuscheldecke.
Sonntag, 15. Oktober 2017
Valledoria
Unser nächster Stopp ist auf einem Wohnmobil Stellplatz in der Nähe der Ortschaft Valledoria. Der Stellplatz liegt abgelegen auf einem Plateau hoch über einem endlos langen Sandstrand. Bis auf das Wochenende ist es beschaulich ruhig hier, die Platzbetreiber sind sehr freundlich, der Strand lädt zum ein und anderen Bad und zu langen Spaziergängen ein. Wir lassen einfach ein paar Tage die Seele baumeln ...
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Der Bär von Palau
Sonja geht es wieder besser, also radeln heute Sonja & Klaus über La Maddalena.
Das Wetter ist toll, also schwingen auch wir uns auf den Roller, heute fahren wir zu einer der Sehenswürdigkeiten dieser
Gegend: dem Capo d'Orso mit dem bekannten Tufoni (Sandsteinformation), die aus dem richtigen Winkel betrachte aussieht wie ein Bär.
Dort angekommen parken wir unseren Roller vor dem Eingang des Naturschutzparks und bekommen deswegen beinahe Krach einem ziemlich erbosten und unentspannten Parkplatzwächter, der das irgendwie nicht gut findet ...
Aber wir lassen uns die Laune nicht mies machen, und erklimmen die Anhöhe, auf der der Bär steht. Früher musste man querfeldein kraxeln, heute führen bequem Treppenstufen hinauf, früher konnte man auf dem Bären herumklettern, heute darf man ihn von untern betrachten. Tja, so isses halt ...
Die Aussicht ist allerdings unverändert grandios!
Dienstag, 10. Oktober 2017
Spaziergang durch Palau
Auch in Palau hat man die Gunst des Tourismus entdeckt und vermarktet die Schönheit der Insel, wo es nur geht: zahlreiche Ausflugsschiffe bieten im Hafen ihre Touren an und sind zu unserem Erstaunen auch zu dieser Jahreszeit noch voll ausgebucht, Tauchbasen würden uns für 90 € pro Kopf für zwei Tauchgänge ins Archipel fahren, und ein 5-Meter-Schlauchboot könnten wir für schlappe 200 € plus Sprit mieten!
Na sauber ...! Das ist alles eher nichts für uns. Statt dessen unternehmen wir lieber ausgedehnte Spaziergänge, so auch entlang der Uferpromenade von Palau.
Sonntag, 8. Oktober 2017
Da waren es nur noch drei ..
Als wir zurück zum Campingplatz kommen, erzählt und Klaus, dass er festgestellt habe, dass mit seiner Stromversorgung irgendwas nicht stimmte und er der Sache mal auf den Grund gegangen sei.
Klaus: "Mir fehlt eins von den vier Solarpanelen."
Sonja: "Ois mia in Bérchida losgfran san, hots an moads Scheppara doa. Aba gseng hama nix, bloß gherd."
Ups.
Die geklebte Befestigung hat sich vom Dach gelöst, vielleicht war es nicht richtig gemacht oder mit dem falschen Kleber - wer vermag das bei einem gebraucht gekauften Fahrzeug schon zu sagen. Aber: weg ist weg, und "unten angekommen" hätte es wohl auch wenig genutzt, wenn wir es noch gefunden hätten.
Samstag, 7. Oktober 2017
Ausflug nach La Maddalena
Mit dem Roller machen wir einen Ausflug. Wohin? Ganz klar: in Willis Königreich La Maddalena! (Zur Erklärung: Willi sagt schon immer: "Wenn die La Maddalener mal einen König brauchen sollten, ich melde mich für diesen Job freiwillig!")
Die Fähre ab Palau setzt uns schnell über, es macht uns riesen großen Spaß, mal wieder hier zu sein!
Wir flanieren durchs kleine und quirlige Städtchen und gucken Schaufenster
Wir lassen uns auf einen Café nieder und betrachten die flanierenden Menschen ...
Anschließend fahren wir weiter nach Giardinelli, einer kleinen Halbinsel, auf der wir damals 2003 mit unserem WoMo ein kleines Paradies gefunden hatten. Der Weg dorthin ist heute noch schlechter als damals schon, aber mit dem Roller wurschteln wir uns durch und werden belohnt mit der unverändert schier unbeschreiblichen Schönheit dieser Gegend.
Die Cala Spalmatore ist heute menschenleer, kein Barbetrieb mehr, keine Bojen, keine Schiffe, kein Dirk (Cala Spalmatore ist Dirk's zweite Heimat). Die lange Pier liegt verweist da und lädt uns ein, unser mitgebrachtes Picknick zu verzehren, welches eine neugierige Möve gerne mit uns teilen würde ...
Und wir fahren über die Nachbar-Halbinsel Caprera zur Bucht Porto Palma ... wohin wir heute auch blicken, überall lauern wunderschöne Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse zu Land und zu Wasser ...!
Es war sehr, sehr schöner Tag!
Freitag, 6. Oktober 2017
Palau - Baia Saraceno
Wir lassen die Costa Smeralda mit seinen Protzhäfen und Nobelvierteln links liegen, das ist kein Pflaster für uns.
In Palau haben Sonja & Klaus den Campingplatz Baia Saracena ausfindig gemacht, der schön liegt, allen Pi-Pa-Po bietet und darüberhinaus preislich attraktiv ist.
Dort angekommen finden wir zwei sehr hübsche freie Plätze nebeneinander nur wenige Schritte vom Ufer entfernt, freier Blick auf's Wasser, auf vorbei segelnde Schiffe und auf das La Maddalena Archipel. Unser Plätzchen sind zwei echte Sahnestücke - wie wir noch erfahren - denn übers Wochenende wird es ordentlich voll und manch einer beneidet uns darum.
Wir bleiben eine Weile, zum einen weil es so schön hier ist, aber auch weil unsere arme Sonja krank wird und sogar ein Arztbesuch von Nöten ist. Also halten wir den Ball flach und lassen sie in Ruhe gesund werden.
Donnerstag, 5. Oktober 2017
Noch einmal Ottiolu
Wir brechen in Bérchida auf und fahren weiter Richtung Norden.
Da es auf dem Weg liegt, machen wir noch einmal Station in Ottiolu und besuchen Reimund, der uns wie immer herzlichen willkommen heißt. Reimund selbst steht kurz vor der Heimreise, unübersehbar ist die Sommer- und damit auch die Boots-Saison zu Ende, allerorts schließen die Lokalitäten, viele Schiffe liegen bereits eingemottet da.
Wie auch schon bei unserem letzten Besuch bei Reimund geht auch heute Abend stimmungsvoll der Vollmond über dem Meer auf ... und erinnert uns daran, dass die Hälfte unserer Zeit auf Sardinien für dieses Mal bereits verstrichen ist.
Unser guter Reimund lässt es sich natürlich wieder einmal nicht nehmen, uns zum Essen einzuladen, und dann heißt es vorerst Abschied nehmen für längere Zeit.
"Herzlichen Dank für alles, lieber Reimund! Wenn Dein Kölsch alle ist, bringen wir Dir neues!"
Dienstag, 3. Oktober 2017
Rollertour zur alten Heimat
Wir stehen ein paar Tage am Strand von Bérchida. Zum einen mag Willi mal was unternehmen, zum anderen gehen unsere Vorräte, allem voran Brot zur Neige.
Wir schwingen uns auf den Roller und fahren los.
Am Capo Camino schauen wir an unserem damaligen Stellplatz vorbei und stellen fest: auch hier werden heutzutage fleißig Parkgebühren kassiert.
In Santa Lucia schauen wir vorbei und stellen fest: der öffentliche Brunnen, an dem man früher Wasser tanken konnte, ist heute zu geschweißt, und am Pinienwäldchen steht nicht nur ein "Camper verboten" Schild, sondern derer gleich drei Stück nebeneinander, im Rest vom Dorf ist die Einfahrt mit WoMo's sogar ganz verboten.
In La Caletta schauen wir vorbei und stellen fest: die kleine Rosticceria am Hafen, auf die wir uns bereits gefreut haben, hat geschlossen.
Hm. Irgendwie alles wenig erfolgreich.
Beim Blick auf La Calettas Hafen sucht unser Blick intuitiv die beiden Masten von Capella - natürlich aber ja vergebens.
Ehe uns Schwermut befällt machen wir kehrt, gehen einkaufen, fahren nach Hause und werfen den Grill an ...
Montag, 2. Oktober 2017
Kleine Welt
Es stehen noch diverse andere Wohnmobile in Bérchida, darunter zwei Fahrzeuge mit FRI-Kennzeichen.
"Das könnte Kerli sein", meint Willi noch als dieser plötzlich vor uns steht!
Wie klein die Welt doch ist. Kennen tun wir uns bisher nur aus einem Forum und da muss man nach Sardinien reisen, um sich endlich mal persönlich kennen zu lernen. Nett.
Sonntag, 1. Oktober 2017
Bérchida
Nachdem wir die Berge hinter uns gelassen haben, geht plötzlich ein Abzweig nach rechts weg Richtung "Spaggia Bérchida". Aus Erfahrung wissen wir, dass eine Schotterstraße gute drei Kilometer zu einem Strandparkplatz führt.
Der Weg ist inzwischen verbreitert worden, wir kommen gut durch und am Ziel angekommen ... tadaaa, wie sollte es anders sein? ... begrüßt uns ein Kassiererhäuschen und eine immerhin recht hübsche Signora knöpft uns die Parkgebühr ab. Wenigstens über Nacht zu stehen sei hier kein Problem, versichert sie uns.
Wir bleiben. Denn es ist hübsch hier. Zwar ist der Parkplatz groß und nichtssagend, dafür aber der nahe gelegene Strand ein Traum: feiner und fast weißer Sand, das Meer türkisblau, die Wassertemperatur herrlich! Karibik-Feeling!
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